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Gewinn-Mitnahme: Auch mit Anleihen lassen sich Kursgewinne erzielen

Auch mit Anleihen lassen sich Kursgewinne erzielen, wenn der richtige Einstiegszeitpunkt erwischt wird  ++ Bei den beiden 7,5-%-Anleihevarianten der Neue Zahnradwerke Leipzig GmbH ist uns das gelungen, denn die im 'finanztip' 41/15 vorgestellten Bonds haben kräftig zugelegt. Das bis 2019 laufende Papier (ISIN: DE000A1YC1F9) stieg von 97 auf 104 % und kann jetzt mit einem Gewinn von 7 % verkauft werden. Die zweite Anleihe (ISIN: DE000A13SAD4) läuft noch bis 2021. Deren Kurs stieg von 93 auf 102,55 %. Auch hier sollte der Kursgewinn von etwa 10 % realisiert werden. Hintergrund der Aufwärtsbewegung war das Halbjahresergebnis mit einem Umsatzanstieg von 17 % auf 48,1 Mio. € und der Anstieg des Konzernüberschusses von 0,4 auf 0,6 Mio. €. Wir halten es trotz leichter Verbesserung der Zahlen für sinnvoll, die Gewinne mitzunehmen, denn sowohl die Eigenkapitalquote von 14,3 % als auch die Ertragskraft sind noch schwach. Auch die zu 7,25 % an den Markt gebrachten neuen Anleihen sollten gemieden werden. Die Verbindlichkeiten lagen immerhin bei 80,9 Mio. €. Wir setzen unseren Rückzug aus höher verzinslichen und riskanten Bonds fort und nutzen die derzeitige Lage an den Bondmärkten zur Risikoreduzierung. Die Kreditausfallraten liegen derzeit so tief, wie seit Jahren nicht mehr. Es ist allerdings kein Naturgesetz, dass dieser Zustand ewig anhält  ++ Eine weitere Gewinn-Mitnahme bietet sich jetzt auch mit der ersten Hälfte der Positionen beim Ölmulti Royal Dutch (ISIN: GB00B03MLX29) aus 'finanztip' 05/16 an. Die Aktie stellten wir Ihnen zum Einstiegspreis von 19 € vor. Aktuell notiert sie bei 27 € und der Kursgewinn beträgt etwa 42 %. Wir stellen die erste Hälfte zum Verkauf und setzen mit dem Rest auf weiter steigende Kurse. Der Ölgigant hat die Erwartungen im dritten Geschäftsquartal mit einem bereinigten Nettogewinn von 4,1 Mrd. USD bereits zum dritten Mal übertroffen. Von 2017 bis 2020 sollen Aktien im Wert von etwa 25 Mrd. USD zurückgekauft werden. Auch die Ausschüttungen sollen voraussichtlich bei 1,88 USD je Aktie stabil gehalten werden. Die jährliche Dividendenrendite beträgt damit etwa 8,7 % bezogen auf unseren Kaufkurs. Bisher hatten Anleger die Möglichkeit einer sogenannten Scrip-Dividenden-Option. Sie konnten also zwischen der Ausschüttung in Form von Dividenden oder dem Bezug von Aktien wählen. Diese Option soll ab dem vierten Quartal 2017 wegfallen. Anleger erhalten dann nur noch die attraktiven Dividenden. Setzen Sie für die zweite Hälfte der Aktienbestände eine Stoppmarke bei 22 € und sichern Sie sich so einen Mindestertrag, falls die Ölpreise doch wieder in den Keller rauschen!  ++ Mit der russischen Gazprom-Aktie (ISIN: US3682872078) haben wir vor etwa drei Monaten einen weiteren Wert aus der Energiebranche vorgestellt und rieten bei einem Kurs von 3,44 € zum Einstieg. Gazprom erzielte in den ersten drei Quartalen ein Umsatzplus von 7 % und konnte etwa 8 % mehr Gas nach Europa verkaufen. Die Rubel-Stärke ist eigentlich ein positives Zeichen für die Erstarkung der russischen Wirtschaft, die im kommenden Jahr wieder mit  bis zu 2 % expandieren dürfte. Der starke Rubel sorgte allerdings in der Bilanz für negative Währungseffekte und dezimierte das Ergebnis nach Steuern um 16 % auf 616 Mrd. Rb. Die Nettomarge erreichte damit relativ hohe 13 % des Umsatzes. Gazprom bleibt damit ein spekulatives, aber durchaus interessantes Investment für die kommenden Jahre, auch wenn die 'internationale Politik' immer wieder die Gasgeschäfte mit Russland zu torpedieren versucht. Unsere Empfehlung liegt derzeit mit etwa 10 % in der Gewinnzone. Bauen Sie zur Sicherheit eine Stoppmarke bei 3,60 € ein und sichern sich auch hier einen Kursgewinn!

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