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NÜRNBERGER: Was wird aus betrieblicher Altersvorsorge?

Traditionell gehört bei der NÜRNBERGER Versicherung die betriebliche Altersvorsorge zu einem der wichtigsten Geschäftsfelder. Doch zuletzt lief es auch dort alles andere als rund. In 'k-mi' 24/17 "Nürnberger Pensionsfonds: Kann ein Saftladen besser sein?" berichteten wir über die blamable Anlagestrategie. Der NÜRNBERGER Pensionsfonds AG Spezialfonds: Strategie Sicherheit parkt das ge-samte Kapital der Investoren einfallslos im HSBC INKA Nürnberger Pensionsfonds AG – Strategie Sicherheit, was den Aspekt der Risikostreuung bei einem einzigen Zielinvestment völlig auf den Kopf stellt und aus unserer Sicht kaum vereinbar ist mit den aufsichtsrechtlichen/regulatorischen Richtlinien. Auch hinter das Vehikel NÜRNBERGER Pensionsfonds AG – Strategie Wachstum stellten wir bereits zuvor ganz dicke Fragezeichen, was uns dazu verleitete, der NÜRNBERGER hier gar Missmanagement vorzuwerfen. Doch nun kommt Bewegung in die Angelegenheit – zumindest personell. Wie 'k-mi' aus vertraulichen Kreisen aus dem Haus NÜRNBERGER zugetragen wird, verlässt zum Jahresende Dr. Stefanie Alt, Vorstandsmitglied der NÜRNBERGER Pensionsfonds AG, den Versicherer. "Dr. Stefanie Alt kam 2008 zur NÜRNBERGER. Ende des Jahres wird sie auf eigenen Wunsch den NÜRNBERGER Konzern verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu widmen. Ihre Aufgaben werden von internen Mitarbeitern übernommen", teilt 'k-mi' Ulrich Zeidner, 'Unternehmenskommunikation NÜRNBERGER Ver-sicherung', hierzu mit. Da Dr. Alt nicht nur Leiterin des Bereichs betriebliche Altersvorsorge war, sondern auch seit ca. einem Jahr die Produktförderung übernommen hatte, was innerhalb des Versicherers gerade für die Segmente Lebensversicherung und Berufsunfähigkeit eine Schlüsselposition darstellt, lässt sich leicht ausmalen, welche Lücken sich hier auftun. Seit dem vorzeitigen Abgang von Jürgen Hansemann, der über rund ein Vierteljahrhundert sowohl die NÜRNBERGER BU als auch die fondsgebundene LV nach vorn gebracht hat, klemmt es bei der Produktanschiebung im Vertrieb gewaltig.

Doch das Personalkarussell bei der NÜRNBERGER steht damit noch lange nicht still, denn mit Dr. Wolf-Rüdiger Knocke scheidet der – zumindest auf dem Papier – zweitwichtigster Mann der Gruppe ebenfalls aus, wie 'k-mi' zugetragen wird. Auch hierzu befragen wir die Franken: "Zum 31. Dezember 2017 scheidet Dr. Wolf-Rüdiger Knocke altersbedingt aus dem Vorstand der NÜRNBERGER Beteiligungs-AG (NBG) aus. Er ist seit 1. September 2001 Mitglied und seit 1. Januar 2013 stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der NBG und verantwortlich für die Geschäftsbereiche Informatik/Betriebsorganisation, Operations und Personenversicherung. Die Bereiche Informatik/Betriebsorganisation und Operations werden künftig verantwortet von Dr. Martin Seibold. Er ist bereits seit 1. November 2016 im Vorstand der NÜRNBERGER Lebensversicherungs-AG und im Vorstand der NÜRNBERGER Allgemeine Versicherung AG für das Ressort Informatik/Betriebsorganisation zuständig und wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2018 zum Mitglied des Vorstands der NBG bestellt. Für den Bereich Personenversicherung sind dann Dr. Jürgen Voß (Lebensversicherung) und Dr. Armin Zitzmann (Krankenversicherung) zusätzlich zu ihren bisherigen Verantwortungsbereichen zuständig. Bei Dr. Voß sind dies Kapitalanlagen, beim Vorstandsvorsitzenden Dr. Zitzmann Governance, Vertrieb/Marketing/Sponsoring, Schadensversicherung und Rechnungswesen", so Zeidner gegenüber 'k-mi'.

'k-mi'-Fazit: Das Fahrwasser, in dem sich die NÜRNBERGER bewegt, ist weiter höchst unruhig. Der Ge-genwind beim Neugeschäft lähmt zusätzlich die Neuausrichtung und schneidet die Luft zum 

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