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Dividenden-Dilemma der Volks- und Raiffeisenbanken

Aus der Primärstufe der Volks- und Raiffeisenbanken mehren sich Reaktionen auf unsere Berichterstattung zum Thema 'Dividenden'. Während ein Teil uns dafür lobt mitzuhelfen, die momentane Situation auszuleuchten und proaktiv das Thema diskutieren, kommt von anderer Seite der Hinweis, es würden sich mehr und mehr auch die Mitglieder melden und mehr oder weniger offen Ansprüche geltend machen. Erstaunlich, wenngleich auch nicht unerwartet, liegt uns an der Festlegung der DZ BANK, trotz sensationell gutem 2019er Jahresabschluss für 2019 keine Dividenden auszukehren, übrigens bislang keinerlei Kritik vor.

Im Gegenteil: Die klare Haltung – so sehr sie sich auch auf die Einnahmen der Genobanken selbst auswirkt – wird befürwortet. Wie aber soll man vor Ort mit dem Druck der Mitglieder umgehen, die teilhaben wollen am Erfolg ihrer Bank? Aufgefallen ist uns, dass die VR-Bank Bad Salzungen Schmalkalden einen pfiffigen Weg beschreitet: Offiziell verbrieft über den Geschäftsbericht (vgl. 'Bi' 37/20) wird den Mitgliedern mitgeteilt, dass man sich an die Vorgaben der BaFin hält und bis zum Herbst keine Beschlüsse fassen wird. Aber, für den Fall, dass es dann zu einem Auszahlungsbeschluss kommt, wird die Dividende für 2019 "zusätzlich mit 2 %" verzinst. 

'Bi' meint: Dies ist ein praktikabler Kompromiss, der einerseits den solidarischen Geist innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe stärkt, der der BaFin Rechnung trägt, aber den Mitgliedern gegenüber auch zeigt, dass man deren berechtigte Interessen gebührend berücksichtigen will. Chapeau nach Schmalkalden. 

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