Aktuelles

Tech-Aktien in schwindelerregender Höhe

++ Vor etwa einem Jahr hatten wir zum Kauf des Allianz Income and Growth Fonds (ISIN LU0766462104) geraten und bei 110 € einen Einstieg nahegelegt. Der am 17.07.12 aufgelegte Mischfonds brachte es seither bei überschaubaren Risiken auf einen Kursgewinn von 10 %. Zudem wurde im Dezember ein Betrag von 5,98 € je Fondsanteil (Vorjahr 5,83 €) ausgezahlt. Insgesamt liegt die Rendite also bei 15 % in etwa 13 Monaten.

Wir raten jetzt bei diesem Fonds mit der ersten Hälfte der Positionen zum Ausstieg und empfehlen für die zweite Hälfte eine Stoppmarke bei 115 €! Der Grund: Der Allianz Fonds ist aktuell mit 38 % im Bereich IT investiert und hält weitere 10 % im Telekommunikationssektor. Vor allem die Technologieaktien sind in den vergangenen Jahren hoch gelaufen. Der Nasdaq 100 Index notiert wieder 23 % höher als vor Ausbruch der Corona-Krise.

Apple ist mit mehr als 2 Bio. USD jetzt  mehr wert als alle 30 DAX-Unternehmen zusammen. Auch die Bewertung der FAANG-Aktien (Facebook, Amazon, Apple, Netflix und Google (Alphabet) sprengt bisher geltende Maßstäbe. Diese fünf Highflyer sind zusammen etwa doppelt so viel wert wie alle deutschen börsennotierten Unternehmen zusammen. Der Kursanstieg von durchschnittlich 1.700 % in den vergangenen acht Jahren ist gewaltig. Wir entscheiden uns lieber für die vorsichtige Variante einer teilweisen Gewinn-Mitnahme und Stoppmarke.

++ Es gibt einige mittelständische Unternehmen, die in der Lage sind, durch einen beständigen Leistungsausweis auf sich aufmerksam zu machen. Der niederbayerische Einhell-Konzern (ISIN: DE0005654933) ist ein solches Unternehmen. Der Konkurrent von Bosch und Black & Decker konnte mit seinen Elektrowerkzeugen im zweiten Quartal den höchsten Umsatz in der Unternehmensgeschichte ausweisen.

Der Trend zum Investieren in die eigenen vier Wände hat die Nachfrage nach Akkuschraubern und Gartengeräten steil nach oben schnellen lassen. Bei einem Umsatzplus von knapp 6 % auf 341,6 Mio. € legte der Nettogewinn um 9 % auf 16,4 Mio. € zu. Positiv: Die Bayern konnten dabei auf ihre Lagerbestände zurückgreifen und waren so stets lieferfähig.

Nachdem wir mit der ersten Hälfte der Aktien bereits mit einem Erfolg von 15 % ausgestiegen sind, stellen wir jetzt auch die zweite Hälfte der Position zum Verkauf. Der Gewinn liegt nach nur neun Monaten bei 28 %. Das Gesamtengagement ist mit einem Erfolg von 22 % abgeschlossen (vgl. 'finanztip' 49/19 und 27/20) 

++ Wie wichtig Stoppmarken bei der Aktienanlage sind, zeigte die Entwicklung bei dem Kupfer- und Recyclingunternehmen Aurubis (ISIN: DE0006766504). Die Gewinn-Mitnahme mit der ersten Hälfte der Position in Höhe von 15 % hat Schlimmeres verhindert, und auch die vorgeschlagene Stoppmarke für den Restbestand bei 48 € brachte noch einen Erfolg. Wer die heftigen Kursschwankungen ausgesessen hat, kann sich jetzt über einen Kursgewinn von 34 % zzgl. zweier Dividendenzahlungen freuen.

Der Gesamtertrag beider Hälften liegt demnach bei etwa 28 % (vgl. 'finanztip'  51/18 und 12/19). Aurubis (ehemals Norddeutsche Affinerie) erzielte in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres ein Umsatzplus von 2,5 % auf 9,270 Mrd. € und einen Gewinn von 139 Mio. € (+5,3 %).

Die Übernahme des Recycling- und Raffineriekonzerns Metallo für 333 Mio. € sollte die Marktposition des Metallverarbeiters festigen. M.M. Warburg geht nicht davon aus, dass die Dividende von 1,25 € je Aktie (Vorjahr:1,55 €) weiter gekürzt wird. Dennoch sehen die Analysten – wie auch wir – nur noch ein begrenztes Kurspotenzial auf knapp 60 €. Wir empfehlen den Ausstieg mit der zweiten Hälfte der Bestände.

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Die besten Bonds

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Aktien: Substanzwerte

Wir empfehlen ausschließlich Aktien, die Substanz haben und die meist nicht mit schlagzeilenträchtigen Verkaufsargumenten die besten Leseplätze in der Mainstream-Börsenpresse einnehmen. Es ist nicht unser Anliegen, jede Woche heiße Aktientipps durch die Anleger-Gemeinde zu jagen. Wir bevorzugen Werte, die sich auf lange Sicht hervorragend rentieren. Bei jeder Auswahl achten wir auf ein angemessenes Verhältnis zwischen Risiko und Rendite.

Natürlich können wir uns nicht von Fehlschlägen freisprechen – wir können die Zukunft nicht treffgenau vorhersagen. Allerdings ist es uns wichtig, dass die Gesamtperformance Ihres Portfolios stimmt.

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