fit – Aktuelle Themen

Anpfiff bei SpVgg Unterhaching

++ Kurz vor dem Start der 57. Bundesligasaison hat sich wieder einmal ein Fußballverein auf das Spielfeld der Börse gewagt. Mit der SpVgg Unterhaching (ISIN: DE000A2TR919) betrat der Drittligist das Parkett der Münchener Börse und bot seinen Fans in einer ersten Tranche 332.496 Aktien zum Festpreis von 8,10 € an.

Der Start des Börsenneulings verlief bislang recht vielversprechend. Die Aktie notiert derzeit mit 12,10 € deutlich über dem Ausgabepreis. In Europa sind rund 24 Fußballvereine börsennotiert; weltweit dürften es etwa 30 sein. Die Kursentwicklung fällt dabei allerdings nicht immer gut aus. Die BVB-Aktie notiert heute trotz der Erfolge der Mannschaft in den vergangenen Jahren immer noch unter dem Ausgabepreis von 11 € aus dem Jahr 2000. Auch die Leistungen vieler anderer Vereins-Aktien ist teilweise abstiegsverdächtig, eine Anlage damit kaum kalkulierbar für Investoren. Der STOXX Europe Football Index (ISIN: CH0013549974) notiert deutlich unter seiner alten Bestmarke.

++ Die Depotausrichtung auf Energiewerte scheint sich im laufenden Jahr bezahlt zu machen. Unter Beimischungsaspekten stellten wir vor etwa sechs Monaten den portugiesischen Versorgerwert Galp Energia (ISIN: PTGAL0AM0009) vor und rieten bei einem Kurs von 13,93 € zum Einstieg (vgl. 'finanztip' 07/19). Das zweite Quartal fiel mit einem Gewinnrückgang von 330 auf 231 Mio. € zwar nicht gerade üppig aus, die Anhebung des Gesamtjahresausblicks hat der Aktie jedoch Unterstützung verliehen. Einschließlich der Dividende liegt das Investment derzeit leicht im Plus. Die nächste Ausschüttungstranche erfolgt Mitte September. Halten Sie an dem Papier fest und setzen Sie zur Sicherheit eine Stoppmarke bei 12 €. Die Credit Suisse sieht ein Kursziel von 18,70 € als machbar an.

++ Auch chinesische Energieaktien dürften im aktuellen 'Jahr des Schweins' eine sinnvolle Depotergänzung sein. Unsere Empfehlung China Gas Holdings Ltd. (ISIN: BMG2109G1033) notiert nach einer relativ kurzen Haltedauer von fünf Monaten schon mit 16 % im Plus und erreichte dabei einen neuen Jahreshöchstwert. Der Energiekonzern konnte seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2018/19 um 12,4 % verbessern und dabei einen Gewinnsprung von 20 % veröffentlichen.

Die Dividende wird um 25,7 % angehoben. Nach einer Prüfung des Zahlenmaterials der letzten acht Jahre sind wir zu einer positiven Einschätzung gekommen. Seit 2010 hat sich der Gewinn je Aktie verzehnfacht und die Dividende in etwa verzwanzigfacht. Die nächste Dividendenzahlung steht Ende August an. Bleiben Sie auf jeden Fall bei diesem Energieunternehmen eingestöpselt und bauen Sie zur Sicherheit bei 3,40 € eine neue Stoppmarke ein.

++ Dass auch der Baumarktkonzern Hornbach kein Dünnbrettbohrer ist, legten wir unseren Lesern bereits vor sechs Wochen dar. Inzwischen hat die Gruppe die Ergebnisse für das erste Quartal vorgelegt und die Investorengemeinde mit einem Umsatzplus von 9,1 % auf 1,338 Mrd. € überzeugt. Der Gewinn (Ebit) verbesserte sich dabei um 22,6 % auf 96,9 Mio. € und der Gewinn je Aktie um 17,1 %.

Die Prognosen für das Gesamtjahr wurden bestätigt. Das Zahlenmaterial wurde vom Markt positiv aufgenommen. Unsere Empfehlung Hornbach Holding (ISIN: DE0006083405) liegt inzwischen schon mit 5 % im Gewinn (vgl. 'finanztip' 25/19). Hinzu kommt noch die bereits erfolgte Dividendenzahlung von Brutto 1,50 € je Aktie. Insgesamt liegt die Rendite damit nach rund sechs Wochen bei 8 %. Ziehen Sie zur Sicherheit eine Stoppmarke bei 47 € ein!

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