Die Kursdellen bei den Automobilaktien im vergangenen Jahr führten auch bei einigen Anleihen der Branche zu empfindlichen Kursverlusten. So fiel der Kurs der bereits 2014 emittierten Mahle-Anleihe (ISIN: XS1068092839) in den zurückliegenden 12 Monaten von 105 auf aktuell nur noch 100 % und notiert derzeit deutlich unter dem Allzeithoch von mehr als 107 % im Jahr 2016. Auf diesem Niveau erscheint die Unternehmensanleihe des Stuttgarter Autozulieferers mit Laufzeit bis 14.05.21 interessant.
Bei einem Zinscoupon von 2,50 % (Auszahlung Mitte Mai) liegt die Rendite bei überschaubarem Risiko mit 1,7 % auf einem attraktiven Level. Mahles Anfänge reichen bis in die 1920er Jahre zurück. In den vergangenen Jahren hat sich der Kolbenhersteller in die Liga der 20 größten Autozulieferer mit weltweit 78.000 Mitarbeitern auf fünf Kontinenten und Produktionsstätten in 170 Ländern emporgearbeitet. Die Abhängigkeit von der Verbrennungstechnik wurde in den vergangenen Jahren sukzessive abgebaut und liegt nach Unternehmensangaben jetzt umsatzseitig unter 50 %.
Andere Aktivitäten wurden dagegen forciert, wie beispielsweise der Geschäftsbereich Thermomanagement. Dieser erzielte im Geschäftsjahr 2017 etwa ein Drittel des Jahresumsatzes von insgesamt 12,8 Mrd. €. Im Jahr 2017 wurde ein Ergebnis von 262 nach 228 Mio. € veröffentlicht. Zahlen zum Verlauf des Geschäftsjahres 2018 will der Konzern Mitte Mai bekanntgeben. Mahle verfügt zwar über keine Ratingeinstufung, ist aus unserer Sicht aber solide genug aufgestellt, um eine Investition zu rechtfertigen. Die LBBW gibt die Eigenmittelquote mit 35 % an. Die Nettoverschuldung wurde im ersten Halbjahr 2018 von 1,2 Mrd. € auf 943 Mio. € reduziert.