++ Erhebliche Besserungstendenzen zeichnen sich bei dem Bad Homburger Gesundheitskonzern Fresenius (ISIN: DE0005785604) ab. Die Zahlen für das dritte Quartal (Umsatz +7 % auf 5,3 Mrd. EUR) überraschten vor allem ergebnisseitig die Erwartungen. Mit einem Gewinn von 552 Mio. EUR wurde der Vorjahreswert um 8 % übertroffen.
Auch der Ausblick wurde angehoben und der Gewinn sollte im kompletten Geschäftsjahr zwischen 8 und 11 % zulegen. Vorstandschef Michael Sen hat dem angeschlagenen Gesundheitskonzern eine Rosskur verpasst, die inzwischen Wirkung zeigt. Das für '24 geplante Einsparpotenzial von 400 Mio. EUR wurde bereits nach drei Quartalen übertroffen. Fortschritte gibt es auch beim Abbau der Verschuldung, die um 1,5 auf 11,8 Mrd. EUR zurückgeführt werden konnte.
Fresenius sollte in der Lage sein, im Gesamtjahr etwa 2 EUR je Aktie zu verdienen. Für das kommende und das Folgejahr liegen die Schätzungen bei 3 bzw. 3,50 EUR (Konsens). Auf Basis des Gewinns für '25 kosten die Aktien demnach den zwölffachen Jahresgewinn. Auch die Dividendenzahlung könnte nach einem Komplettausfall in '23 wieder aufgenommen werden. Im Schnitt wird von 0,85 EUR je Aktie ausgegangen.
Das entspräche ca. 3 % Dividendenrendite, wenn man den vorgeschlagenen Einstiegspreis von 26,33 EUR (vgl. 'finanztip' 50/22) voraussetzt. Nach zwei Jahren Haltezeit liegt der Kursgewinn inzwischen bei 30 %.
Die Aktie wird derzeit immer noch leicht unterhalb ihres Buchwertes gehandelt und hat noch viel Spielraum bis zu den alten Höchstkursen von 80 EUR aus '17. Warburg bestätigte seine Kaufempfehlung nach dem guten Ergebnis und geht von einem Kursziel von 42 EUR aus. Halten Sie an dieser Gesundheitsperle fest!
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