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Gewinn-Mitnahme: 33 % mit spanischem Textilwert

'Zwangsehen' halten auch am Aktienmarkt Einzug. In der Schweiz wurde die Credit Suisse Group mit der UBS vermählt. Nur 3 Mrd. CHF oder 0,76 CHF je Aktie legt die UBS für die angeschlagene Braut (Verlust '22: 7,3 Mrd. CHF) auf den Tisch und bezahlt den Deal mit eigenen Aktien (eine UBS-Aktie für 22,48 Titel der Credit Suisse).

'Verscherbelt' wäre der richtige Ausdruck für das Züricher Banken-Monopoly, bei dem Anleger- und Aktionärsrechte keine Rolle spielen und kartellrechtliche Bedenken unter den Tisch gefallen sind. Als Mitgift wurden zusätzlich Staatsgarantien, Liquiditätszusagen und Geldgeschenke in dreistelliger Milliardenhöhe auf Kosten der Steuerzahler zugeschasst. Damit nicht genug: Auch die Investoren sog. Nachranganleihen (Additional-Tier1-Anleihen) lässt man ausbluten, was zu einem Totalverlust von 16 Mrd. CHF führt.

Unsere Einschätzung: Die Vorgänge halten wir für außerordentlich bedenklich. Das Beispiel zeigt, wie schnell Enteignungen selbst in vermeintlichen Rechtsstaaten durchgezogen werden. Bleiben Sie wachsam und streuen Ihre Vermögenswerte breit! Die Finanzkrise der Jahre '07/'08 ist keineswegs gelöst, sondern wurde durch immer neue Schulden und Geldspritzen verlagert. Deshalb raten wir auch in dieser Woche wieder zu Gewinn-Mitnahmen und zum Aufbau eines dicken Finanzpolsters:

++ Der kräftige Preisanstieg bei Papier führte bei dem spanischen Hersteller Ence Energia y Cellulosa (ISIN: ES0130625512) zu einem Umsatzschub von gut 22 % auf über 1 Mrd. EUR und bescherte nach einem Vorjahresverlust einen Reingewinn von 247 Mio. EUR oder 1,02 EUR je Aktie. Nach zwei dividendenlosen Jahren wurde die Zahlung von 70 Mio. EUR oder umgerechnet 0,29 EUR je Aktie (16.03.) angekündigt.67 Mio. EUR wurden im Verlauf des zurückliegenden Jahres bereits ausgeschüttet.

Das Bankhaus Berenberg ist zwar weiterhin zuversichtlich mit einem Kursziel von 5 EUR je Aktie, wir halten es aufgrund der aktuellen Situation aber für sinnvoll, schnell erreichte Gewinne in Sicherheit zu bringen. Wer unserer Empfehlung aus 'finanztip' 46/22 gefolgt ist und den Wert für 3,03 EUR ins Depot aufgenommen hat, kann sich jetzt nach nur vier Monaten mit der ersten Hälfte der Position verabschieden und einen Gewinn einschließlich der erfolgten Ausschüttung von 27 % realisieren.

Die Ausschüttungshöhe wird nicht auf diesem Level verharren, sondern für das laufende Jahr auf rund 0,33 EUR je Aktie zurückgeschraubt werden. Für den Restbestand könnte eine Stoppmarke bei 3,20 EUR ein Depot vor größeren Einbußen bewahren. 

++ Spaniens Aktienmarkt neigt nach einem Höhenflug seit Januar mit Anstiegen von bis zu 13 % nun wieder zur Schwäche. Bereits realisieren konnten Sie den Gewinn mit der ersten Hälfte bei dem spanischen Konsumgüterwert Inditex (ISIN: ES0148396007). In 'finanztip' 17/22 zum Kurs von 19,96 EUR vorgestellt, rieten wir in 'finanztip' 07/23 zur Sicherung von 24 % Kursgewinn zzgl. der Ausschüttung von 0,465 EUR.

Der Textilwert veröffentlichte Mitte März für das abgelaufene Jahr ein Umsatzplus von 18 % auf 32,6 Mrd. EUR. Der Reingewinn verbesserte sich um 27 % auf 4,1  Mrd. EUR. In feinem Gewand präsentierte sich die Bilanz mit einer Netto-Cash-Position von gut 10 Mrd. EUR. Es wird eine Dividendenanhebung um 29 % auf 1,20 EUR je Aktie vorgeschlagen.

An der Börse kamen die Zahlen gut an und katapultierten den im IBEX-Index enthaltenen Titel nahe an die 30 EUR-Marke heran. Aktuell scheint der Wert aber den Faden für steigende Notierungen wieder zu verlieren. Trennen Sie sich jetzt auch von der zweiten Hälfte ihrer Aktien und nehmen Sie den Gewinn in Höhe von 42 % in rund einem Jahr mit! Das Engagement bei Inditex ist so mit einem Gesamterfolg von 33 % beendet.

Der 'finanztip'  ist deutschlandweit das einzige Medium, das in jeder Woche die weltweit besten Neuemissionen von Unternehmens- und Staatsanleihen herausfiltert und zusätzlich die besten Aktien für langfristig orientierte Anleger vorstellt.

Unser 'finanztip' wird von so genannten Klein- oder Privatanlegern, Family Offices, anderen kleineren sowie auch bekannteren, größeren institutionellen Investoren ausgewertet.

Wir sind das einzige Team, das Woche für Woche die besten Wertpapiere aus einer Flut von Neuemissionen herausfiltert. Damit nimmt Ihnen die 'finanztip'-Fachredaktion die Analyse ausgewählter Wertpapiere ab. Wir machen die Arbeit, die auf jeden Anleger zukommt.

Welche Informationen finden Sie im 'finanztip'

Die besten Bonds

In jeder Woche stellen wir die aus Anlegersicht besten neuen Anleihen vor. Deshalb schauen wir genau in Wertpapierprospekte, Geschäfts- und Rating-Berichte. Wir analysieren Gewinnchancen vor dem Hintergrund von Emittenten-, Zins- und Kursänderungs-, Kündigungs- sowie Wechselkurs-Risiken.

Besonderen Wert legen wir auf anlegerfreundliche Bedingungen, wie zum Beispiel moderate Mindestbeträge von 1.000 € oder 2.000 US-Dollar (USD).

Außerdem werden Sie über wesentliche Ereignisse (Beispiel: Rating-Veränderungen) informiert.

Aktien: Substanzwerte

Wir empfehlen ausschließlich Aktien, die Substanz haben und die meist nicht mit schlagzeilenträchtigen Verkaufsargumenten die besten Leseplätze in der Mainstream-Börsenpresse einnehmen. Es ist nicht unser Anliegen, jede Woche heiße Aktientipps durch die Anleger-Gemeinde zu jagen. Wir bevorzugen Werte, die sich auf lange Sicht hervorragend rentieren. Bei jeder Auswahl achten wir auf ein angemessenes Verhältnis zwischen Risiko und Rendite.

Natürlich können wir uns nicht von Fehlschlägen freisprechen – wir können die Zukunft nicht treffgenau vorhersagen. Allerdings ist es uns wichtig, dass die Gesamtperformance Ihres Portfolios stimmt.

Wir laden Sie herzlich ein, den 'finanztip' zu testen!

 

 

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