++ Aktien aus der Eurozone brachten es im vergangenen Jahr auf eine Wertsteigerung von 11 %, wobei die Märkte in Italien und Spanien mit +20 % deutlich besser liefen und Dänemark mit einem Minus von 6 % das Schlusslicht bildet. Auf internationaler Ebene entpuppte sich Lettland als schwächster Markt mit einem Verlust von 34 %. Auf dem Siegertreppchen landete die Börse Argentinien mit einem Plus von 128 % (alle Angaben in EUR).
In 'finanztip' 41/20 porträtierten wir u. a. auch aufgrund des Ausschüttungsaspekts den European Strategic Dividend Fonds (ISIN: LU0247987802) von JP Morgan zum Kurs von 92,30 EUR. Der Aufschwung an den Börsen katapultierte den Anteilswert dieses Fonds um 50 % in die Höhe. Zum Kursgewinn kommen noch vier Ausschüttungen im Gegenwert von 11,34 EUR hinzu. Insgesamt liegt der Wertzuwachs somit bei etwa 60 %. Wer noch nicht verkauft hat, kann den Ertrag jetzt in Sicherheit bringen und bspw. in den JPM Asia (s. S. 3) umschichten.
++ Netzwerk- und Internetsicherheit könnte auch im laufenden Jahr ein spannendes Investmentthema sein. Im vergangenen Jahr zählten einige Aktien der Branche zu den Überfliegern. Anstelle von Einzelwerten, deren Entwicklung meist kaum zeitgenau einschätzbar ist, haben wir empfohlen, die Branche durch einen geeigneten und preisgünstigen ETF abzudecken. Vergleichsweise gut entwickelt hat sich seit unserer Empfehlung in 'finanztip' 23/24 der iShares Digital Security ETF (ISIN: IE00BG0J4841).
Gemessen an unserem vorgeschlagenen Einstandskurs von 7,75 EUR konnte innerhalb von etwa sieben Monaten ein Kursgewinn von 23 % erzielt werden, der jetzt mit der ersten Hälfte der Position realisiert werden sollte. Der Ende Oktober '18 aufgelegte ETF hat in den vergangenen Wochen ein neues Rekordhoch erreicht und ist im Windschatten der übrigen Technologiewerte steil nach oben geschossen. Etwa zwei Drittel des Fondsvermögens liegt in den USA. Das könnte u. U. ein Klumpenrisiko darstellen wenn das Interesse an Technologiewerten nachlässt. Ein Ausstieg macht daher Sinn. Für Restbestände sollte eine Stoppmarke bei 8,70 EUR Beachtung finden.
++ Rückläufige Öl- und Gaspreise sind nicht gerade das ideale Umfeld für ein Investment in diesen Sektor. Trotzdem hat sich der führende brasilianische Energiekonzern Petrobras wacker geschlagen und einschließlich der insgesamt vier erfolgten Ausschüttungen nur ein überschaubares Minus von 2 % erzielt. Der Gesamtmarkt in Brasilien stürzte dagegen um ein Fünftel (EUR-Basis) ab. Diesen brasilianischen Dividendendynamo anzuzapfen, rieten wir in 'finanztip' 27/23 beim Kurs von 11,40 EUR. Wer zum vorgeschlagenen Einstandspreis noch investiert ist, sitzt auf einem Gewinn von etwa 25 %, wenn die üppigen Dividenden hinzugerechnet werden.
Das dritte Quartal endete mit einem Reingewinn von 5,9 Mrd. USD. Die Brasilianer erhöhten die Investitionen um 30 % auf 4,5 Mrd. USD. Positiv entwickelt sich auch der Abbau der Verschuldung, die mit 25,8 Mrd. USD den tiefsten Wert seit '08 erreichte. Insgesamt liegt die Bruttoverschuldung bei 59,1 Mrd. USD. Gemäß den Analystenschätzungen dürfte Petrobras im kommenden Jahr auf eine Nettogewinnmarge von 21 % kommen und auch in Zeiten mit tiefen Ölpreisen eine gute Bilanz vorweisen können.
Der satte Dividendenregen wie im Jahr '22 wird sich so zwar nicht mehr fortsetzen lassen, aber eine Ausschüttung zwischen 4 und 5 Real je Aktie sollte auch im kommenden Jahr drin sein. Das entspricht bei einem Aktienkurs von 41 Real immer noch einer Dividendenrendite zwischen 10 und 12 %. Ziehen die Ölpreise an, ist eine deutliche Aufstockung der Dividenden möglich. UBS rät zum Kauf (ISIN: US71654V1017) und taxiert das Kurspotenzial auf 47 Real. Aktueller Kurs: 41,66 Real. Die Bewertung ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von ca. 5 günstig. Bleiben Sie bei diesem Energiewert investiert! Die Ausschüttungen erfolgen im April, Mai, Juni und August.
++ Eidgenössische Aktien zeigten in '24 mit einem Plus von etwa 5 % eine schwache Vorstellung. Der Markt in Zürich ist bei einer 16-fachen Gewinnbewertung und einem mehr als dreifachen Kurs-Buchwert-Verhältnis im europäischen Vergleich auch relativ teuer. Zu den Qualitätswerten im Nebenwertebereich zählen Analysten die Aktie des in Schaffhausen angesiedelten Georg Fischer Konzerns (ISIN CH1169151003).
Das erste Halbjahr '24 endete mit einem Umsatzplus von 22,8 % auf 2,367 Mrd. CHF und einem Konzernergebnis von 96 nach 123 Mio. CHF. Das hohe Wachstum ist vorwiegend auf die Konsolidierung der finnischen Uponor zurückzuführen. Gut entwickelte sich auch der Auftragseingang der 442 Mio. CHF über dem Vorjahreswert lag.
Aufgrund der schwachen Konjunktursignale könnte es jedoch sinnvoll sein, die erste Hälfte der Aktien über Bord zu werfen und den Restbestand mit einer Stoppmarke bei 68 EUR abzusichern. Der Kursgewinn nach zwei Jahren liegt bei 15 %. Dazu kommen noch zwei Dividendenzahlungen.
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