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Gewinn-Mitnahme: Gegen den Trend Kasse machen

Mit einem Kursverlust von fast 5 % lieferte der August die schlechteste Monats­performance seit sieben Jahren und tendiert bereits seit acht Monaten Richtung Süden. Gegenwärtig befinden sich die Aktienmärkte in einem Zangengriff aus steigenden Zinsen, Rezessionsgefahr und zunehmender Risikoaversion. Auch wenn die Bewertungsrelationen bei einigen Titeln den Eindruck 'preiswürdig' vermitteln, sollten Anleger auf der Hut sein. Es ist möglich, dass nicht die Bewertungen günstig, sondern die Gewinnschätzungen zu hoch sind und in den Herbstmonaten einige negative Überraschungen drohen.

Die Credit Suisse hält weiterhin eine Untergewichtung von Aktien für geboten. Sie geht davon aus, Unternehmensgewinne und Gewinnmargen hätten ihren Höhepunkt bereits überschritten. Auch unter charttechnischen Aspekten stehen die Börsenampeln derzeit eher auf rot als auf grün. Nach Einschätzung von Martin Utschneider, Leiter Technische Analyse bei Donner & Reuschel, bleibt der markttechnische Abwärtstrend zunächst weiter vorherrschend. Erst ein Überschreiten der Schwelle von 13.750 Punkten würde beim DAX ein Ende im übergeordneten Abwärtsmodus bedeuten. Weitere Gewinn-Mitnahmen mit entsprechendem Liquiditätsaufbau schaden deshalb nicht:

++ Ein guter Griff war die Empfehlung des Grazer Anlagenbauers Andritz vor zehn Wochen zu 40,86 € (ISIN: AT0000730007; vgl. 'finanztip' 25/22). Trotz eines ausgesprochen schwachen Gesamtmarkts entwickelte sich die Aktie des Anlagenbauers überdurchschnittlich positiv. Das Investment liegt derzeit mit etwa 10 % im Plus. Andritz veröffentlichte für das zweite Quartal einen Rekordauftragsbestand von 9,9 Mrd. € (+20,7 %). Beim Umsatz ergab sich ein Plus von 16,7 % auf 1,790 Mrd. €, wobei alle vier Geschäftsbereiche Zuwächse erzielten. Noch besser entwickelte sich das Konzernergebnis. Mit einem Zuwachs von über 28 % übertraf es das erste Quartal deutlich und lag bei 95,7 Mio. €.

Obwohl die Konjunktur weltweit unter einer markanten Abschwächung leidet, scheint das den Österreichern wenig anhaben zu können. Die Konzernleitung bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr und geht von einem Anstieg bei Umsatz und Ertrag aus. Aufgrund der anstehenden Investitionen in den Energiesektor und der starken Ausrichtung auf erneuerbare Energien, wie Wasserkraft und Biokraftstoffe, ist das Unternehmen gut aufgestellt. Warburg hat die Kaufempfehlung für die Aktie Anfang August noch einmal bekräftigt und stellt einen Anstieg auf 57 € in Aussicht. Wir bleiben aufgrund der fragilen Situation an den Märkten und der Tatsache, dass der September rein statistisch nicht gerade für üppige Kursgewinne bekannt ist, vorsichtig und raten deshalb zu einem Ausstieg mit 50 % der Aktien. Den Restbestand bitte mit einer Stoppmarke bei 42 € absichern!

 

Der 'finanztip'  ist deutschlandweit das einzige Medium, das in jeder Woche die weltweit besten Neuemissionen von Unternehmens- und Staatsanleihen herausfiltert und zusätzlich die besten Aktien für langfristig orientierte Anleger vorstellt.

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Wir sind das einzige Team, das Woche für Woche die besten Wertpapiere aus einer Flut von Neuemissionen herausfiltert. Damit nimmt Ihnen die 'finanztip'-Fachredaktion die Analyse ausgewählter Wertpapiere ab. Wir machen die Arbeit, die auf jeden Anleger zukommt.

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Die besten Bonds

In jeder Woche stellen wir die aus Anlegersicht besten neuen Anleihen vor. Deshalb schauen wir genau in Wertpapierprospekte, Geschäfts- und Rating-Berichte. Wir analysieren Gewinnchancen vor dem Hintergrund von Emittenten-, Zins- und Kursänderungs-, Kündigungs- sowie Wechselkurs-Risiken.

Besonderen Wert legen wir auf anlegerfreundliche Bedingungen, wie zum Beispiel moderate Mindestbeträge von 1.000 € oder 2.000 US-Dollar (USD).

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Aktien: Substanzwerte

Wir empfehlen ausschließlich Aktien, die Substanz haben und die meist nicht mit schlagzeilenträchtigen Verkaufsargumenten die besten Leseplätze in der Mainstream-Börsenpresse einnehmen. Es ist nicht unser Anliegen, jede Woche heiße Aktientipps durch die Anleger-Gemeinde zu jagen. Wir bevorzugen Werte, die sich auf lange Sicht hervorragend rentieren. Bei jeder Auswahl achten wir auf ein angemessenes Verhältnis zwischen Risiko und Rendite.

Natürlich können wir uns nicht von Fehlschlägen freisprechen – wir können die Zukunft nicht treffgenau vorhersagen. Allerdings ist es uns wichtig, dass die Gesamtperformance Ihres Portfolios stimmt.

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