Positiv überrascht hat der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern mit seinem vorläufigen Zahlenwerk. Der Umsatz lag mit 5,658 Mrd. € knapp 5 % über dem Vorjahreswert. Der operative Gewinn stieg immerhin um 32 % auf 595 Mio. €. Während der Umsatz leicht unter den Erwartungen lag, konnten die durchschnittlichen Schätzungen von 570 Mio. € beim Gewinn sogar deutlich übertroffen werden. Das Ergebnis sorgte beim Aktienkurs für einen Sprung auf ein neues Zweijahreshoch. Die endgültigen Zahlen werden am 17.03. veröffentlicht. Für die am 10.05. anberaumte Aktionärsversammlung könnte eine Dividendenanhebung von 2 auf 2,40 € je Aktie (Konsens) beschlossen werden.
Den MDAX-Wert (ISIN: DE0007039009) empfahlen wir in 'finanztip' 38/21 zu einem Kurs von 82,32 € zum Kauf. Wer damals eingestiegen ist, kann sich über einen Kursanstieg von 18 % in sechs Monaten freuen, und zusätzlich im Mai noch eine Dividendenrendite von 2,9 % kassieren. Bleiben Sie also bei dem Düsseldorfer Konzern investiert und setzen Sie sicherheitshalber eine Stoppmarke bei 90 €! Berenberg stuft die Aktie weiterhin als kaufenswert mit einem Kursziel von 115 € ein. Warburg taxiert das Potenzial auf 119 €.
++ Dank deutlich gestiegener Düngemittelpreise hat auch der Kali- und Salzproduzent K+S (ISIN: DE000KSAG888) ein ausgezeichnetes vorläufiges Ergebnis abgeliefert. Steigende Absatzmengen und höhere Kalipreise hievten den Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen auf 967 Mio. € – fast viermal soviel wie im Jahr '20. Die Erwartungen der Analysten wurden somit um ca. 11 % übertroffen. Endgültige Zahlen aus Kassel gibt es am 10.03. Die Landesbank Baden-Württemberg rechnet mit einer Dividendenzahlung von 0,20 € je Aktie. Bei einem für '22 erwarteten Umsatz von mehr als 4 Mrd. € sollte ein Gewinn von 1,3 Mrd. € oder 3,50 € je Aktie erreichbar sein. Sofern die Zielgröße erreicht wird, läge die Bewertung dann immer noch bei preiswerten 5.
K+S Aktionäre waren in den vergangenen Jahren zahlreichen Attacken von Leerverkäufern ausgesetzt, die noch mit Vorwürfen von Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung garniert wurden. Nach Veröffentlichung des guten Zahlenmaterials sprang die Aktie auf ein neues Vierjahreshoch und unsere Empfehlung aus 'finanztip' 07/20 zu 8,95 € hat sich in rund zwei Jahren mehr als verdoppelt und einen Kursgewinn von 123 % beschert. Nachdem wir mit der ersten Hälfte der Aktien vorsichtshalber bereits einen Gewinn von 27 % realisiert haben, können Anleger jetzt auch den Restbestand zu Gewinn machen. Das Gesamtengagement bei K+S ist mit einem durchschnittlichen Ertrag von 74 % nach zwei Jahren somit abgeschlossen.
++ Während die Mainstream-Presse der britischen Wirtschaft seit dem Austritt aus der EU den Untergang prophezeit, scheint der Aktienmarkt zu florieren. Im laufenden Jahr ist die Mehrzahl der Börsenplätze mit roten Vorzeichen versehen. Londons Börse schaffte als einer der wenigen Märkte einen Zuwachs, nachdem bereits in '21 ein sattes Plus von 26 % erzielt wurde.
Zum Vergleich: Der DAX brachte es nur auf +15 % im abgelaufenen Jahr. Britische Aktien nicht ganz aus dem Auge zu verlieren, rieten wir in den vergangenen Jahren immer wieder. Als eindeutig unterbewertet stuften wir den Sachversicherer Direct Line Insurance PLC ein (vgl. 'finanztip' 48/20) und rieten bei einem Kurs von 3,37 € zum Einstieg. Aktuell notiert die Aktie bei 3,72 €. Das entspricht einem Wertzuwachs von 10 % in etwa 15 Monaten. Hinzu kommen noch zwei Ausschüttungen von insgesamt 0,223 GBP je Aktie. Direct Line zählt mit einer Dividendenrendite von mehr als 7 % somit zu den ausschüttungsstärksten Unternehmen in Europa.
Über den Verlauf des Geschäftsjahres '21 berichten die Briten am 08.03. Die nächste Ausschüttung folgt am 07.04., die folgende im August. Wer die Direct Line-Aktien (ISIN: GB00BY9D0Y18) noch im Depot hat, sollte investiert bleiben. Die Credit Suisse stufte den Wert Mitte Februar weiter als kaufenswert ein mit einem Potenzial von rund 18 %. Zudem werden in den kommenden Jahren weitere Dividendenanhebungen erwartet. Anleger, die das Risiko von Einzelengagements scheuen, können auf den Versicherungs-ETF zurückgreifen.
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