++ Die Deutsche Bank-Tochter DWS Group (ISIN: DE000DWS1007) konnte im dritten Quartal Rekord-Nettomittelzuflüsse bei langfristig verwaltetem Vermögen von 16,7 Mrd. EUR veröffentlichen. Das verwaltete Vermögen erreichte mit 963 Mrd. EUR einen neuen Höchstwert. Das Konzernergebnis stieg um 2 % auf 166 Mio. EUR, was lt. UBS auf höhere Managementgebühren und niedrigere Kosten zurückzuführen ist. UBS nimmt eine neutrale Haltung zur Aussicht der DWS-Aktie ein.
Insgesamt lag der Vorsteuergewinn 5 % über den Konsensschätzungen. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde bestätigt. Es wird davon ausgegangen, dass DWS im kommenden Jahr eine Ausschüttung von 2,29 EUR leisten wird und im kommenden Jahr eine Anhebung auf 2,48 EUR möglich ist. Für das Jahr '23 wurde inklusive einer Bonuszahlung ein Betrag von 6,10 EUR je Aktie ausgezahlt.
Auf die u. E. markante Unterbewertung des SDAX-Wertes wiesen wir bereits in 'finanztip' 16/23 bei einem damals noch attraktiven Einstiegskurs von 30,34 EUR hin. Wer den Vorschlag umgesetzt hat, konnte nach ca. 18 Monaten einen Kursgewinn von 30 % als Buchgewinn erzielen und zusätzlich noch zwei Dividendenzahlungen von insgesamt 8,15 EUR vereinnahmen. Nachdem die erste Aktienhälfte mit einem Erfolg von 29 % nach 14 Monaten abgestoßen wurde, empfiehlt sich für die noch im Depot befindlichen Positionen eine neue Stoppmarke bei 37 EUR! Wer weiter von einem freundlichen Börsenumfeld ausgeht, sollte in DWS investiert bleiben.
++ Vor zwei Wochen empfahlen wir in 'finanztip' 47/24 einen Komplettausstieg bei der Aktie der Knaus Tabbert AG (ISIN: DE000A2YN504) – gerade noch rechtzeitig, bevor der Wert in den freien Fall überging. Nach mehreren Gewinnwarnungen und einem Produktionsstopp Mitte November überschlugen sich die Ereignisse Ende November.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden in sechs Bundesländern Razzien und Hausdurchsuchungen durchgeführt und umfangreiches Material beschlagnahmt. Der Vorwurf: Bestechung und Untreue. Im Visier der Justiz die inzwischen fristlos gefeuerten ehemaligen Vorstände Werner Vaterl und Gerd Adamietzki, die derzeit in der JVA Probe sitzen dürfen und von Lieferanten Bestechungsgelder angenommen haben sollen. Die Aktie erreichte im Anschluss an die Hiobsbotschaften ein neues Rekordtief und vernichtete allein im laufenden Jahr 70 % des Börsenwerts.
Auf der Internetseite und in den Geschäftsberichten betonte das im bayerischen Jandelsbrunn angesiedelte Unternehmen immer wieder die ethische und nachhaltige Unternehmensstrategie. In der praktischen Umsetzung scheint es aber zu hapern und die internen Kontrollmechanismen versagten ebenfalls. Und die Analysten? Noch Ende Oktober gab es fast nur Kaufempfehlungen für die Aktie. Einzig Hauck & Aufhäuser rang sich zu einer Verkaufsempfehlung mit Kursziel 20 EUR durch. Auch diese Marke wurde inzwischen markant unterboten.
Bei kurzfristigen Verbindlichkeiten von 382,2 Mio. EUR (Stand: Ende September '24) und einer auf 24 % abgeschmolzenen Eigenkapitaldecke sind die Aussichten alles andere als rosig. Der Markt mit Freizeitmobilen ist gesättigt und erst einmal müssen die Halden an unverkauften Fahrzeugen abgebaut werden. Knickt die Konjunktur weiter ein, dürfte es der Branche schwerfallen, wieder aus der Talsohle herauszukommen. Wir bleiben bei unserer negativen Haltung zu diesem Unternehmen.
Bereits in 'finanztip' 22/24 rieten wir aufgrund des deutlich eingetrübten Branchenumfelds (bei den für Knaus Tabbert relevanten Messen war das Publikumsinteresse äußerst gering) zu einer Stoppmarke bei 42 EUR. Wer unserem Rat gefolgt ist, konnte ohne Verlust aus dem Engagement herauskommen.
++ Die bessere Wahl bleiben Energiewerte mit einem seit Jahrzehnten erprobten Geschäftsmodell. Etliche Analysten sind der Meinung, dass Energieaktien auch im kommenden Jahr einen Platz in einem Aktiendepot verdient haben. Die Bewertung der Branche ist mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis auf globaler Ebene von etwa 11 und relativ komfortablen Ausschüttungen günstig.
Vor einem Jahr empfahlen wir in 'finanztip' 51/23 unter dem Aspekt der stetigen Dividendenzahlungen die Aktie des kanadischen Erdgasproduzenten Tourmaline Oil Corp. (ISIN: CA89156V1067) beim Kurs von 40,62 EUR. Vor dem Hintergrund des um 39 % rückläufigen US-Erdgaspreises geht das Neunmonatsergebnis von 856 Mio. USD Reingewinn in Ordnung. Wer unseren Vorschlag umgesetzt hat, liegt nach einer Haltezeit von einem Jahr etwa 10 % im Plus und konnte zusätzlich noch sieben Ausschüttungen einstreichen. Ende November gab der Konzern bekannt, noch eine Sonderausschüttung von 0,50 USD je Aktie zu leisten.
Insgesamt wurden so im auslaufenden Geschäftsjahr 3,25 USD je Aktie ausgezahlt. Die hohen Ausschüttungen an insgesamt acht Terminen dürften auch in den kommenden Jahren fortgesetzt werden. Halten Sie an dieser Investition unter Berücksichtigung einer Stoppmarke bei 42 EUR fest! Der Energiesektor sollte im kommenden Jahr vor einer Renaissance stehen.
Der 'finanztip' ist deutschlandweit das einzige Medium, das in jeder Woche die weltweit besten Neuemissionen von Unternehmens- und Staatsanleihen herausfiltert und zusätzlich die besten Aktien für langfristig orientierte Anleger vorstellt.
Unser 'finanztip' wird von so genannten Klein- oder Privatanlegern, Family Offices, anderen kleineren sowie auch bekannteren, größeren institutionellen Investoren ausgewertet.
Wir sind das einzige Team, das Woche für Woche die besten Wertpapiere aus einer Flut von Neuemissionen herausfiltert. Damit nimmt Ihnen die 'finanztip'-Fachredaktion die Analyse ausgewählter Wertpapiere ab. Wir machen die Arbeit, die auf jeden Anleger zukommt.
Welche Informationen finden Sie im 'finanztip'?
Die besten Bonds
In jeder Woche stellen wir die aus Anlegersicht besten neuen Anleihen vor. Deshalb schauen wir genau in Wertpapierprospekte, Geschäfts- und Rating-Berichte. Wir analysieren Gewinnchancen vor dem Hintergrund von Emittenten-, Zins- und Kursänderungs-, Kündigungs- sowie Wechselkurs-Risiken.
Besonderen Wert legen wir auf anlegerfreundliche Bedingungen, wie zum Beispiel moderate Mindestbeträge von 1.000 € oder 2.000 US-Dollar (USD).
Außerdem werden Sie über wesentliche Ereignisse (Beispiel: Rating-Veränderungen) informiert.
Aktien: Substanzwerte
Wir empfehlen ausschließlich Aktien, die Substanz haben und die meist nicht mit schlagzeilenträchtigen Verkaufsargumenten die besten Leseplätze in der Mainstream-Börsenpresse einnehmen. Es ist nicht unser Anliegen, jede Woche heiße Aktientipps durch die Anleger-Gemeinde zu jagen. Wir bevorzugen Werte, die sich auf lange Sicht hervorragend rentieren. Bei jeder Auswahl achten wir auf ein angemessenes Verhältnis zwischen Risiko und Rendite.
Natürlich können wir uns nicht von Fehlschlägen freisprechen – wir können die Zukunft nicht treffgenau vorhersagen. Allerdings ist es uns wichtig, dass die Gesamtperformance Ihres Portfolios stimmt.
Wir laden Sie herzlich ein, den 'finanztip' zu testen!