++ Die zu den drei führenden Rohstoffkonzernen zählende BHP Group (ISIN: GB00BH0P3Z91) beendete zum 31.12. das Doppellisting. Seitdem konzentriert sich der Aktienhandel auf die Börse Sydney (ISIN: AU000000BHP4). Dank der Preisanstiege von Eisenerz (53 % Umsatzanteil) und Kupfer (29 %) stieg der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen im ersten Halbjahr um ein Drittel auf 18,5 Mrd. USD bei einer hohen Marge von 64 %.
Gut ist der deutliche Abbau der Nettoschulden um fast 50 % auf 6,1 Mrd. USD. Netto verdiente der Rohstoffriese 9,72 Mrd. USD, was einem Plus von 57 % entspricht. Somit lag das Zahlenwerk über den Erwartungen und verlieh dem Aktienkurs neue Schubkraft. Nach acht Monaten liegt unsere Empfehlung mit 26 % im Gewinn (vgl. 'finanztip' 28/21).
Kaufgrund war auch die hohe Dividende, die für das abgeschlossene Halbjahr um 49 % auf 1,50 USD je Aktie angehoben wird. Analysten erwarten für das Gesamtjahr 3,10 USD je Aktie. Daraus resultiert eine Dividendenrendite von 6,5 % bezogen auf den aktuellen Kurs. Wer zu unserem vorgeschlagenen Einstiegspreis investiert hat, kommt auf deutlich über 8 %.
BHP schüttet regelmäßig (März und September) mindestens die Hälfte seiner Gewinne an die Aktionäre via Dividende aus, derzeit liegt die Ausschüttungsquote bei 78 %. Wir raten u. a. wegen der angespannten geopolitischen Lage zu einem Komplettausstieg und Realisierung des Gewinns.
++ Einen Gang hoch schalteten die Aktien der Porsche Automobilholding PAH (ISIN: DE000PAH0038). Das Beteiligungsunternehmen wird seit September '21 in dem auf 40 Werte erweiterten DAX gehandelt. Nachdem sich jetzt die Pläne für einen Börsengang der Sportwagentochter Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG konkretisieren, löste sich die Kursbremse. Bisher an der Börse gehandelt wird die Beteiligungsgesellschaft, die 53 % der VW-Titel als größten Vermögensposten hält.
Experten gehen von einer Bewertung des Börsengangs mit 60 bis 80 Mrd. € aus. Möglicherweise könnte sich Volkswagen entschließen, nach dem Börsengang eine Sonderdividende auszuschütten. Dass die Porsche-Aktie eindeutig unterbewertet zu sein schien, stellten wir bereits in 'finanztip' 48/17 fest und porträtierten diese bei einem Kurs von 69,45 €.
Aktuell liegt der Kurs bei 92 € und verspricht weiteres Aufwärtspotenzial. Bereits im Dezember rieten wir, an Bord zu bleiben und keine Stücke aus der Hand zu geben (vgl. 'finanztip' 50/21). Nach dem Zwischenspurt liegt unsere Empfehlung mit 31 % im Plus. Die LBBW erwartet einen Anstieg auf 135 € und geht davon aus, dass die Dividende für '21 von 2,21 auf 3,86 € erhöht werden könnte.
Wer zu unserem Kurs eingestiegen ist, kommt auf eine Dividendenrendite von 5,5 %. Im März werden die Zahlen für '21 präsentiert, die Hauptversammlung findet am 13.05. statt. M.M. Warburg stuft das Kursziel nach Bekanntgabe der Börsenpläne von 94 auf 133 € hoch und rät zum Kauf. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 6,5 und einer Bewertung unterhalb des Buchwerts zählen die Titel immer noch zu den preiswertesten Aktien im DAX.
++ Mitte März will der Volkswagen-Konzern (ISIN: DE0005089031) seine Geschäftszahlen für '21 veröffentlichen. Trotz schwacher Auslieferungszahlen mit 8,8 Mio. Fahrzeugen (–4,5 %) dürften die Ergebnisse gut ausfallen. Einzig Porsche erzielte im vierten Quartal einen Zuwachs von 5,1 %. Die Wolfsburger könnten die Ausschüttung für '21 von 4,86 auf über 8 € hochfahren, schätzt bspw. die LBBW.
Eine Portion Sonderdividende könnte bei der für '22 anvisierten Dividende von deutlich über 9 € noch hinzukommen. Als dividendenstarken und unterbewerteten Industriewert haben wir die VW-Vorzüge bereits in 'finanztip' 50/21 zum Kurs von 182 € zum Kauf gestellt. Jetzt liegt das Investment mit 5 % im Plus und hat sich damit deutlich besser als der Gesamtmarkt entwickelt.
Bleiben Sie auch bei den Wolfsburgern an Bord und setzen Sie zur Sicherheit bei 175 € eine Stoppmarke!
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