Während Anleihebesitzer nach wie vor mit Magerkost abgespeist werden, steht Aktionären in den Monaten April und Mai ein wahrer Dividendenregen ins Haus. Nach Schätzungen der Landesbank Baden-Württemberg werden die 30 DAX-Titel in diesem Jahr 39,6 Mrd. € an die Anleger in Form von Dividenden auszahlen. Das entspricht einem Zuwachs von mehr als 6 % und kommt einer Verdoppelung innerhalb von zehn Jahren gleich. Europaweit fließen etwa 380 Mrd. € in die Depots der Anleger und weltweit dürften es weit mehr als 1 Bio. € sein.
Wer sich von dem reichhaltigen Dividendenmenü eine Scheibe abschneiden, aber dabei das Risiko eines Einzelinvestments vermeiden möchte, kann den Kauf des LYXOR SG Global Quality Income NTZ ETF (ISIN: LU0832436512) als Depotbeimischung in Erwägung ziehen. Die Investitionsschwerpunkte sind internationale Aktien mit deutlicher Übergewichtung der Regionen in den USA (24 %), Australien (12 %), Kanada (9 %) und Schweiz (7 %). Branchenseitig liegen die Hauptgewichte bei Versorgerbetrieben (24 %), Energie (21 %) und Kommunikation (14 %). Auf Titelebene sind Aktien wie Boss, Philip Morris, Persimmon und BHP Billiton überdurchschnittlich stark repräsentiert. Aufgelegt wurde der ETF September 2012 und der Wertzuwachs beträgt seither etwa 20 %.
Die zweimal im Jahr ausgezahlten Dividenden kommen noch obendrauf. Ausgeschüttet wird an zwei Terminen (Juli und Dezember). 2018 lag der Betrag bei 3,74 € und 1,44 €. Bleibt die Ausschüttung auf diesem Niveau, würde sich das Anlagevehikel mit knapp über 4 % verzinsen. Das Management betreibt keine Wertpapierleihe, ist aber berechtigt, Tauschgeschäfte (Swaps) durchzuführen. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,45 % und das Fondsvolumen macht inzwischen etwa 100 Mio. € aus. Im relativ turbulenten Börsenjahr 2018 büßte der ETF 6,1 % an Wert ein und verzeichnete damit deutlich geringere Einbußen als die meisten Aktienfonds bzw. Aktienindizes.
Aktueller Kurs: 123,72 €. Anleger, die sich dieses Produkt ins Depot legen, sollten jedoch einen Mindestanlagehorizont von fünf bis sieben Jahren einkalkulieren und mit höheren Kursschwankungen klarkommen. Das Investment unterliegt außerdem einem Währungsrisiko.
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