Die Börse jubelte. Neben dem Aktienkurs stieg auch das Ratingniveau. Die Rating-Analysten von Standard & Poor's (S&P) hoben am 10. Januar das Unternehmensrating von BBB- auf BBB an. Noch im September 2014 hatte GM kein Investment Grade-Rating.
Zwar muss sich das GM-Management um Chefin Mary Barra mit aggressiven, aber noch kraftlosen Trump-Tweets, die sich gegen die auch im Ausland produzierende US-Autoindustrie richten, herumschlagen. Aber das laut dem früheren GM-Vorstandsmitglied Bob Lutz „dumme Geschwätz (...) Keine Firma ändert aufgrund von Tweets ihre Investitionspläne“ oder die Millionen-Strafe in China wegen angeblicher Wettbewerbsverzerrung werden Barra und ihr Team kaum vom Kurs abbringen können. So glänzt das Auto-Traditionsunternehmen nicht nur mit guten Geschäftszahlen, sondern auch auf dem Feld Innovationen mit dem Kleinwagen Bolt als erstes Großserien-Elektroauto. (In Deutschland soll der Wagen als Opel Ampera-e angeboten werden.)
So schafft es General Motors zum zweiten Mal in unsere Bond der Woche-Auswahl (vgl. 'finanztip' 42/15). Wir heben die neue zehnjährige 4,35-%-Anleihe der Finanztochter General Motors Financial Co. Inc. (ISIN: US37045XBT28) hervor. Daneben hat GM noch einen fünfjährigen 3,45-%-Bond (ISIN: US37045XBS45) und einen fünfjährigen Floater, bei dem auf den Drei-Monats-Libor (3ML) in USD (1,02483 % am 18.01.16) ein Aufschlag von 1,55 % gezahlt wird, im Angebot. Der Floater ist wegen der sehr wahrscheinlichen Leitzinserhöhungen der Fed in diesem Jahr attraktiv.
Die Kurse der bislang von uns vorgestellten GM-Bonds haben nach der Leitzinserhöhung im Dezember gelitten, sind jetzt aber schon wieder auf dem Weg nach oben: Das zehnjährige 4-%-Papier (ISIN: US37045XBQ88) steht bei 97,79 %, die fünfjährige 3,2-%-Schuldverschreibung (ISIN: US37045XBM74) bei 99,18 % und der vierjährige 3,1-%-Kurzläufer (ISIN: US37045XBB10), unser Bond der Woche aus dem 'finanztip’ 42/15, notiert über pari bei 101,01 % (alle Kurse vom 18.01.17).
Foto: General Motors Co. (GM)