Drei Tochtergesellschaften der Deutsche Rohstoff AG, die in den USA Öl und Gas produzieren, haben nach Angaben der Emittentin „rd. 75 % der bestehenden Ölproduktion für 2017 gegen einen Ölpreisrückgang abgesichert“. Die Absicherung erfolge mittels sogenannter „costless collars“ (Termingeschäfte mit einer Unter- und Obergrenze). Die Untergrenze liege laut der Muttergesellschaft „für 2017 im Schnitt der drei Gesellschaften bei etwas über 47 USD pro Barrel, die Obergrenze bei über 58 USD pro Barrel“. Das bedeute, dass die Tochtergesellschaften für 75 % der erwarteten Produktion in diesem Jahr mindestens 47 USD pro Barrel erhielten, auch wenn der Ölpreis unter dieses Niveau fallen sollte. Umgekehrt würden sie bei einem Anstieg über 58 USD pro Barrel nicht mehr als 58 Dollar bekommen, erklärt das Management der Deutsche Rohstoff. Ein Barrel Öl der Sorte Brent kostete am 03.04.17 rd. 53 USD. Die Obergrenze könne gegen Zahlung einer Prämie wieder aufgelöst werden, falls z. B. deutlich steigende Preise erwartet würden. „In deutlich geringerem Umfang besteht auch für 2018 bereits eine Absicherung“, so das Unternehmen.
Im 'finanztip' 09/17 informierten wir über die Gewinnwarnung der Gesellschaft. Der Konzernjahresüberschuss, der auf 8–10 Mio. € geschätzt wurde, soll sich jetzt nur „leicht unterhalb des Vorjahresergebnisses (0,5 Mio. €) bewegen“, informierte die Emittentin. Wir setzen die Emittentin unter besondere 'finanztip'-Beobachtung und raten sicherheitsorientierten Anlegern dazu, die guten Anleihekurse dazu zu nutzen, um Kursgewinne mitzunehmen.
Viele Anleger scheinen sich zurzeit aber weniger Sorgen zu machen. Im 'finanztip' 26/16 war die 5,625-%-Deutsche Rohstoff-Anleihe 16/21 (ISIN: DE000A2AA055) unser Bond der Woche. Sein Kurs ist mittlerweile auf 106,00 % (03.04.17) gestiegen.
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