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Zypern steht hoch im Kurs: Warum Sie die Finger davon lassen sollten


Am 09.02.17 trafen sich der griechisch-zyprische Präsident der Republik Zypern und der türkisch-zypriotische Präsident der völkerrechtlich nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern in Nikosia, der Hauptstadt Zyperns, zu weiteren Gesprächen über die geplante Föderation aus zwei Teilstaaten. Jetzt im März sollen die Gespräche in der Schweiz fortgesetzt werden. Das politische Tauwetter trägt zur Hoffnung auf ein weiteres wirtschafltiches Erblühen der Inselwirtschaft (Schwerpunkt Tourismus) bei.

Die Kurse der Länderanleihen steigen. Sie werden aktuell mit mehr als ihren Nennwerten bezahlt. Beispiel ist der 4,25-Prozenter (ISIN: XS1314321941) bis 2025. Der wird aktuell für gut 106 % angeboten. Das sind gut 3 % laufende Rendite. Aber die Zypern-Anleihe (ISIN: XS1081101807) mit der kürzesten Laufzeit kostet jetzt schon gut 108 % mit einem 4,75-%-Coupon. 2019 wird es dafür nur die üblichen 100 % zurückgeben. Der Tilgungsverlust von 108 auf 100 % lässt die Endrendite auf 1,3 % schrumpfen. Schuldner Zypern war 2012 zahlungsunfähig. Brüssel half mit Milliarden aus dem EU-Rettungsfonds. Das Zypern-Rating B1 von Moody's bzw. BB von Standard & Poor's (S&P) ist dürftig. Es braucht viel Zuversicht, um den Optimismus der UN zu teilen, dass nach 43 Jahren der Teilung Zyperns nun ein signifikanter Aufschwung gelingen soll – zumal unter den aktuell besonders speziellen Bedingungen in der Türkei. Es erscheint unwahrscheinlich, dass Anleger noch höhere Kurse für Zypern-Anleihen bezahlen werden. Steigen Sie trotz der politisch positiven Nachrichten zurzeit besser nicht ein!

Foto: Francesco Crippa/flickr

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