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Dr. Peters nimmt das FK-Risiko aus zwei 777-Fonds

Erst Ende Oktober hatten wir Sie darüber informiert, dass beim Dr. Peters-Flugzeugfonds DS 124 der Leasingnehmer Emirates die (zweite) Verlängerungsoption für das Fondsobjekt – eine Boeing 777-300ER – nicht ausüben wollte (vgl. 'k-mi' 44/19). Das Fonds-Management von Dr. Peters hat die Situation allerdings noch rechtzeitig in den Griff bekommen: Wie die Anleger des DS 124 in dieser Woche informiert wurden, konnte der Leasingvertrag mit Emirates um drei Jahre verlängert werden. Die neu verhandelten Konditionen sehen zwar eine deutlich reduzierte Leasingrate vor, was bis auf weiteres keine Ausschüttungen zulässt, bieten allerdings einen erheblichen Vorteil, so Dr. Peters: "Durch diese Verlängerung ist es – zusammen mit der angesparten Liquidität der Fondsgesellschaft – möglich, die Gesellschaft innerhalb des neu vereinbarten Leasingzeitraumes vollständig zu entschulden. Damit stehen zukünftige Einnahmen nach Dezember 2022 – ob Lease-Einnahmen oder Verkaufserlöse – nach Abzug der Kosten vollständig der Fondsgesellschaft und damit Ihnen zu." Die Anleger werden u. E. damit leben können, wird doch dadurch Zeit gewonnen und im Gegenzug das Fremdkapitalrisiko aus dem Fonds genommen, was den Spielraum des Fonds-Managements deutlich erhöht. Eine Verkaufsmöglichkeit konnte zuvor "ohne bestehenden Leasingvertrag trotz höchster Anstrengungen weder von uns noch von einem beauftragten Remarketing-Spezialisten aufgetan werden".

Dass der 777-Flugzeugtyp überhaupt Probleme beim Anschlusslease bekommt, führt der Dortmunder Anbieter auf ein momentanes Ungleichgewicht bei Angebot und Nachfrage zurück: "Grundsätzlich ist der Flugzeugtyp Boeing 777-300ER sehr gängig und daher sehr fungibel, jedoch macht sich das hohe Angebot an Flugzeugen dieses Typs, gepaart mit einer niedrigen Nachfrage, bei den erzielbaren Leasingraten stark bemerkbar. Auch spiegelt sich die Marktsituation darin wider, dass unser Leasingnehmer Emirates plant, seine Boeing 777-Flotte zu reduzieren. Er hat bereits zahlreiche Flugzeuge dieses Typs nach Ablauf der vereinbarten Leasingperiode an diverse Leasinggesellschaften zurückgeliefert." In den Verhandlungen hatte Dr. Peters vor allem auf die Karte gesetzt, dass die vertraglich vereinbarten physischen Rückgabebedingungen vollständig eingehalten werden müssen, was Emirates schließlich überzeugt hat, dass ein Weiterbetrieb sinnvoll ist. Zusätzlich dürfte dem Fonds noch in die Hände gespielt haben, dass Boeing bei der neuen Nachfolgeserie 777X aktuell aufgrund von Fertigungsproblemen bei Türen und Triebwerken mit Verzögerungen bei der Auslieferung zu kämpfen hat.

'k-mi'-Fazit: Im Schwesterfonds DS 133, bei dem die Rücklieferung des baugleichen Fondsobjektes im April 2021 gedroht hätte, hat Dr. Peters aktuell eine analoge Verlängerung mit Emirates erzielt, so dass bei beiden Fonds das FK-Risiko entschärft werden konnte, bei exzellenter Bonität des Leasingnehmers. Aus Dortmund hören wir zudem, dass demnächst weitere positive News für Anleger von Flugzeugfonds in Vorbereitung sind.

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