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HEH: Flugzeugspezialist überzeugt mit guter Leistungsbilanz

Vor zehn Jahren startete der in Hamburg beheimatete und im Jahr 2006 vom geschäftsführenden Ge­sellschafter Gunnar Dittmann gegründete Anbieter HEH Hamburger EmissionsHaus seine Flugzeugreihe für Re­gionalflieger. Am 20.11.2007 wurde die HEH flybe. London vom Typ Bombardier Dash 8-Q400 als erste Maschine an eine von HEH aufgelegte Beteiligungsgesellschaft ausgeliefert. Laut ak­tueller und von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Cordes + Partner GmbH/Hamburg testierten Leistungsbilanz des Initiators folgten bis Ende 2015 weitere 16 Flieger, womit die Gesamtflotte auf insgesamt 17 innerhalb des Berichtszeitraumes mit einem eingeworbenen Beteiligungskapital in Höhe von knapp 157 Mio. € (Gesamtfinanzierungsvolumen von über 309 Mio. €) an­gewachsen ist. Das 10jährige und somit 'kleine' HEH-Flugzeugjubiläum nehmen wir zum Anlass, die bisherige Performance der Hanseaten genauer zu prüfen. Für Anleger wie auch den Vertrieb dienen die Ausschüttungszahlen als wichtiger Gradmesser der Leistungsfähigkeit eines Initiators. Und hier weist HEH eine weiße Weste auf. Ins­gesamt wurden kumuliert betrachtet über 63 Mio. € an Auszahlungen geleistet, wobei in diesem Betrag noch keine Rückflüsse aus Verkäufen enthalten sind, da alle Flieger noch für die jeweiligen Beteiligungsgesellschaften plangemäß im Einsatz sind. Die Anleger haben somit bei allen bislang aufgelegten Investments des hansatischen Emissionshauses die prognostitierten Ausschüttungen in voller Höhe erhalten. Lediglich aufgrund eines längeren Platzierungszeitraumes liegen bei drei Angeboten die Gesamtauszahlungen an die Investoren unter Plan (Im Plan = Abweichung bis 5 %), was aber keinerlei Auswirkungen auf die 100 %-Planerfüllung in Bezug auf den einzelnen Anleger hat. Gunnar Dittmann, geschäftsführender Gesellschafter der HEH, gibt uns einen Einblick in die Konzeption seiner Fliegerreihe:

"Unser Erfolg beruht auf der konsequenten Einhaltung unseres Fondskonzeptes. Wir erwerben unsere neuen Fondsflugzeuge direkt vom Flugzeughersteller, ohne dass irgendwer einen Zwischengewinn erhält. Dabei treten wir in den Kaufvertrag ein, der von den Airlines mit dem Flugzeughersteller geschlossen wurde und lassen den Mengenrabatt, den die Airline bei einer größeren Bestellung erhält, dem Fonds zu Gute kommen. Diesen günstigen Einkaufspreis finanzieren wir dann mit rund 50 % Fremdkapital und tilgen dieses auch schon vollständig während des Erstleasingvertrages. Das technische und kaufmännische Management wird von erfahrenen Fachleuten ausgeführt. Wir sind überzeugt davon, dass wir mit diesem Fondskonzept auch in Krisenzeiten eine gute Basis für unsere Fonds geschaffen haben." Die Grundlage nahezu aller HEH-Flugzeuge ist ein 10jähriger Leasingvertrag (bei den flybe-Fonds mit einer zweijährigen Verlängerungsoption, die bei dem Fonds HEH flybe.London jüngst ausgeübt wurde), bei HEH Helsinki ein 8jähriger, was zu planbaren Einnahmen führt. Die vereinbarten Leasingraten setzen sich aus einer festen in Euro zu zahlenden Komponente zur Bedienung des Eigenkapitals und der Gesellschafterkosten sowie einer variablen Komponente in der Aufnahmewährung des Hypothekendarlehens in Höhe des monatlichen Kapitaldienstes (Zins und Tilgung) zusammen. Die ersten elf aufgelegten HEH-Fonds haben als Leasingnehmer die britische Fluggesellschaft Flybe und als Flugzeugtyp eine Bombardier Dash 8-Q400. Alle HEH-Angebote – damit auch die jüngeren Angebote HEH Valencia, HEH Barcelona und HEH Sevilla mit der Maschine Bombardier CRJ 1000 und dem spanischen Leasingnehmer IBERIA regio­nal/Air Nostrum; HEH Southampton und HEH Dublin mit dem Typ Embraer E175/flybe sowie dem Angebot HEH Helsinki mit  dem Typ ATR 72-500/Finnair Aircraft Finance Oy weisen als erhöhte Sicherheitskomponente in der Konzeption die Besonderheit auf, dass während der Dauer des Leasingvertrages das gesamte Darlehen plangemäß getilgt wird, so dass im Anschluss mit einem lastenfreien Flugzeug der Handlungsdruck bei der weiteren Vermarktung der Maschine deutlich geringer ausfällt. Blicken wir nun auf den Betriebsverlauf der Fonds:

++  Die Umsatzerlöse liegen bei den Angeboten zu ca. zwei Drittel im Plan bzw. währungskursbedingt bei HEH flybe. Newcastle am Übernahmetag des Flugzeugs besser als prognostiziert (+13,7 %). Aufgrund der variablen Leasingrate-Komponente, die sich an den Zinsaufwendungen orientiert, reduzierten sich bei sechs Flugzeugen die Umsatzerlöse wegen geringerer Zinszahlungen, womit die negative Abweichung jeweils ergebnisneutral, also ohne Auswirkung auf den Beteiligungsverlauf ist  ++ Aus gleichem Grund resultieren auch sieben der acht negativen Abweichungen beim Liquiditätsergebnis. Beim achten Fonds, der HEH Dublin, ergibt sich eine Planverfehlung beim Liquiditätsergebnis aufgrund eines niedrigeren Flugzeugkaufpreises, wodurch sich jedoch auch der gesamte Erwerbsaufwand der Beteiligung zugunsten der Anleger um fast 1,4 Mio. € bzw. um 6,5 % reduzierte  ++ Mit einer sehr hohen Quote von 94 % tilgen erfreulicherweise 16 Fonds plangemäß und drei davon sogar besser als prognostiziert. Hier sticht die HEH Barcelona mit 0,476 Mio. € (+ 9,7 %) Tilgungsvorsprung besonders heraus. Schlechter als prognostiziert schneidet auf dem Papier als einziger Fonds lediglich die HEH Dublin ab, was jedoch im direkten Zusammenhang mit dem niedrigeren Erwerbsaufwand bei diesem Flugzeug steht, womit diese negative Abweichung aus Investorensicht nicht ins Gewicht fällt  ++ Ähnlich verläuft das Bild bei der Liquidität zum Stand 31.12.2015. Mit elf positiven und fünf negativen Abweichungen überwiegen deutlich die Fonds mit mehr Guthaben bei ihren Kreditinstituten, als es die Planvorgabe vorsieht. An der Spitze liegen HEH Southampton +56,6%, HEH Sevilla mit +82,6 % und HEH Dublin sogar mit +215 %, bei der der Effekt der vielfach geringeren Zinszahlungen sehr positiv zu Buche schlägt.

Das HEH-Management verfügt mit den beiden geschäftsführenden Gesellschaftern Dittmann und Jörn-Hinnerk Mennerich über sehr erfahrene Marktkenner, die beide jeweils über 70 Beteiligungsgesellschaften bei namhaften Anbietern in ihrer gesamten Laufbahn betreut bzw. platziert haben. Auch in 2016 ging es für HEH positiv weiter, wie Dittmann vermeldet: "Wir freuen uns über ein erfolgreiches Jahr 2016 für die HEH Gruppe. Unsere Anleger haben in diesem Jahr Auszahlungen in Höhe von über 12 Mio. € erhalten, und alle 18 HEH-Flug­zeugfonds performen gut. Sämtliche Fonds haben von Beginn an die prospektierten Auszahlungen geleistet, die Darlehen wurden plangemäß getilgt und die Airlines sind mit unseren Fondsflugzeugen zufrieden und leisten pünktlich die vereinbarten Leasingraten. Die HEH hat in diesem Jahr zwei Regionaljets übernommen und einen davon bereits in wenigen Wochen platziert. Bei unserer HEH Madrid haben wir mit rund 70 % der Zeichnungen den bislang höchsten Anteil von HEH-Bestandskunden erreicht, das ist ein sehr großer Vertrauensbeweis für uns. Der Nachfolgefonds wartet auf die BaFin-Freigabe und wird voraussichtlich in Kürze in den Vertrieb gehen." Von Beginn an hat sich HEH vollständig auf Regionalflugzeuge konzentriert und ist hier mittlerweile alleiniger Anbieter für den Retail-Markt. Mit einer Steigerungsrate in Höhe von 10 % p. a. in den vergangenen zehn Jahren erweist sich der Regionalflugzeugbereich im Flugzeugmarkt damit als das aussichtsreichste Segment. Die führenden Flugzeughersteller er­warten in den nächsten 20 Jahren eine Steigerung der Passagierzahlen um rund 5 % p. a., womit sich diese Anlageklasse auch zukünftig eine interessierte Investorenzielgruppe erschließen dürfte.

'k-mi'-Fazit: Der Flugzeuganbieter HEH präsentiert mit seiner Leistungsbilanz 2015 ein tadelloses Ergebnis. Zu beachten dabei ist jedoch, dass plangemäß noch kein Fonds in die Auflösungsphase eingetreten ist, so dass eine abschließende Aussage über die Annahmen bei den Verwertungserlösen noch nicht getroffen werden kann. Der Anbieter bringt sich jedoch in eine sehr gute Verhandlungsposition, sobald die Beteiligungen während des Erstleasingvertrages prospektgemäß ihre Darlehen komplett tilgen. HEH besetzt somit mit der Regionalflieger-Reihe sehr erfolgreich eine Investmentnische, die gerade zur breiteren Portfoliodiversifizierung prädestiniert ist.

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