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Bankenregulierung ist 'zu wenig differenziert'

Als "zu wenig differenziert und zu bürokratisch" bezeichnete Dr. Karl-Peter Schackmann-Fallis, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes / DSGV, heute die EU-Bankenregulierung  auf einer gemeinsamen Tagung des DSGV mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund / DStGB) in Brüssel. Vor dem Hintergrund, dass regionale Kreditinstitute einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wirtschaft und Gesellschaft in Europa leisteten, müssten ihre Strukturen bei der Regulierung auch besser berücksichtigt werden.

Der DSGV-Manager fordert daher, die Bankenregulierung angemessener auf die Vielfalt der Geschäftsmodelle und Strukturen im europäischen Bankensektor auszurichten. Die USA seien dabei ein interessantes Beispiel. Zum einen gebe es dort eine höhere Bankendichte als in der EU. Auf 326 Mio. US-Bürger kämen etwa 12.000 Banken und Kreditgenossenschaften unterschiedlicher Größe und Geschäftsphilosophie. In der EU kommen auf 340 Mio. Einwohner hingegen rund 5.500 Kreditinstitute. Die Kritik, der EU-Bankenmarkt sei „overbanked“, sei daher nicht nachvollziehbar. Zum anderen beweise die USA mit ihrem zweigleisigen Regulierungsansatz, dass eine grundlegend unterschiedliche Behandlung von international tätigen Großbanken und regional ausgerichteten Retailbanken mit Bilanzsummen bis 250 Mrd. US-Dollar möglich sei.

Düsseldorf, den 6. Juni 2017, 11:15 Uhr

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