Bi – Aktuelle Themen

Berend Gortmann als großer Genossenschaftler verabschiedet

Fast 45 Jahre lang war Berend Gortmann für die Volksbank Niedergrafschaft tätig ("vom Azubi zum Chef").Jetzt wurde er in Anwesenheit von 120 Ehrengästen aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, vielen  Kunden und Mitgliedern vom Aufsichtsrat in würdigem Rahmen verabschiedet. 

Auch wenn es Gortmann sichtlich schwer fiel, im Mittelpunkt des Geschehens zu stehen, entspricht es seinem Naturell doch mehr, die Strippen vom Rand aus zu ziehen, war doch nach Uelsen-Wilsum angereist, was in der Gruppe Rang und Namen hat. Moderiert von AR-Vorsitzender Heike Oudehinken machten sämtliche Redner in ihren Wortbeiträgen deutlich, mit Gortmann einen ebenso engagierten wie überzeugten  und überdies wertgeschätzten Genossenschaftsbanker in den Ruhestand zu begleiten. So stellte Johannes Freundlieb, Verbandsdirektor des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems zugleich für Dr. Andreas Martin, der kurzfristig aus privaten Gründen hatte absagen müssen, neben der fachlichen Kompetenz das leidenschaftliche 'sich einsetzen' Gortmanns für das (genossenschaftliche) Gesamtwohl in den Vordergrund.

Als eher ungewöhnlich bezeichnete Fiducia-GAD Co-VV Jens-Olaf Bartels es, als IT-Mann ein Grußwort sprechen zu dürfen. Bartels machte selbstkritisch und souverän zugleich deutlich, dass es für ihn als Kundenbetreuer schon bessere Zeiten gegeben habe, als die jetztigen. Gortmann bescheinigte er, als Banker stets auch ein "überzeugter Unternehmer" gewesen zu sein. Nach dem Orts-Bürgermeister hob Andreas Held als Gortmann-Nachfolger in der IG kleiner und mittlerer Genossenschaftsbanken (übrigens in freier Rede) hervor, dass Gortmann der rd. 400 Institute umfassenden Gruppe "ein Gesicht und eine Stimme" gegeben hätte. Mit einem sehr persönlichen Rückblick schließlich beleuchtete Vorstandskollege Berthold Scholte-Meyerink die menschliche Seite des zu Verabschiedenden. Stets verlässlich, nie irgendein persönliches Interesse in den Vordergrund stellend, sei Gortmann für die Belange der Region, ihrer Unternehmen und die Menschen eingetreten.

Gortmann selbst dankte seinen engagierten Mitstreitern in der Bank, namentlich der Vorstandssekretärin Birgit Dunz, den zahlreichen Wegbegleitern in den Gremien und nicht zuletzt den Kunden "für wunderbare Jahre", in denen er Tag für Tag seiner Berufung habe nachgehen können.

Gortmann machte zum Schluss deutlich, wie er die Genossenschaftlicher FinanzGruppe verstehe: "Als demokratisches Gebilde, das von unten nach oben strukturiert sei und nicht umgekehrt". Er hob hervor, dass dies die Gruppe auszeichne, sie stabil mache und zugleich zukunftsfähig. 

Düsseldorf, 18. Dezember 2019

Teilen Sie diese Neuigkeit in Ihrem Netzwerk