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BVR ruft Brexit-Parteien vor Abstimmung zur Besonnenheit auf

BVR-Präsidentin Marija Kolak meldet sich live von der Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds in Washington und appelliert an die Parteien im Londoner Unterhaus:

"Auf die Europäische Union (EU) hätte ein harter Brexit spürbare negative Auswirkungen".

Und weiter heißt es: "Wirtschaftlich würde ein ungeregelter Brexit das Vereinigte Königreich in eine schwere Rezession führen. Zudem ist der Brexit-Prozess bereits jetzt eine der größten politischen Krisen in der Geschichte Großbritanniens". Kolak ruft alle beteiligten Parteien zur Besonnenheit aufruft, „damit ein geregelter Austritt Großbritanniens erreicht werden kann“.


Die Kosten eines ungeregelten Brexits wären immens, so Kolak: Der Güterhandel dürfte massiv einbrechen, wenn an den Grenzen zum Vereinigten Königreich Zölle erhoben und Kontrollen der Produktstandards durchgeführt werden müssten. Bislang seien hierfür weder die baulichen Voraussetzungen noch qualifiziertes Personal vorhanden. Der Handel mit vielen Dienstleistungen wie insbesondere auch Finanzdienstleistungen könnte abrupt unterbrochen werden. Aufgrund der großen Unsicherheit dürfte auch die Bereitschaft, in Großbritannien zu investieren, nochmals weiter sinken. Gleichzeitig dürfte das Pfund weiter abwerten und die Verbraucherpreisinflation merklich anziehen.

Deutsche Genossenschaftsbanken hätten nur in seltenen Ausnahmefällen direkte Handelsbeziehungen nach Großbritannien, so Kolak: "Daher dürften die unmittelbaren Auswirkungen eines Brexits für die Genossenschaftsbanken gering sein." 

Düsseldorf, 18. Oktober 2019

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