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Der personelle Wechsel in der BaFin erfolgt erst zum 1. April bzw. zum 1. Mai

Am Freitag war es noch einmal heiß hergegangen im Wirecard-Untersuchungsausschuss: Die Befragung der Oberstaatsanwältin Hildegard Bäumler-Hösl musste am Nachmittag aus Zeitgründen unterbrochen werden und wird fortgesetzt.

Und dennoch hat vermutlich genau diese Sitzung bei Bundesfinanzminister Olaf Scholz das BaFin-Fass zum Überlaufen und die dringend gebotene personelle Konsequenz ausgelöst: Sowohl Felix Hufeld wie seine Vertreterin Elisabeth Roegele müssen nach all‘ den Versäumnissen und Unzulänglichkeiten in der Führung der BaFin ihren Hut nehmen.

Doch zu welchem Zeitpunkt, hat sich 'Bank intern' gefragt: Die Antwort der BaFin lüftet jetzt das Geheimnis:

„Es ist wie folgt: Herr Hufeld hat sich einvernehmlich mit dem Bundesministerium der Finanzen darauf verständigt, dass er zum 1. April geht. Frau Roegele geht zum 1.5.“, antwortet die Pressesprecherin auf die 'Bi'-Anfrage.

Was bedeutet das? Zum einen muss man aus dieser Formulierung ableiten, dass der gekündigte Behördenleiter selbst (möglicherwiese aus beamten- bzw. versorgungsrechtlichen Gründen) den Zeitpunkt seines Weggangs mitbestimmen durfte. Zum anderen ist sich offensichtlich der amtierende Bundesfinanzminister immer noch nicht im Klaren darüber, welche exponierte Rolle hierzulande ein BaFin-Behördenleiter ausübt: Er muss mit voller Reputation den Finanzmarkt Deutschland in Ordnung halten können! Wie bitte soll das Herr Hufeld jetzt schaffen?

Ihn weitere zwei, seine Vertreterin sogar drei Monate lang noch in Amt und Würden zu halten, ist gelinde gesagt, ein finanzpolitischer Skandal und sollte endlich die Bundeskanzlerin auf den Plan rufen!

Düsseldorf, 1. Februar 2021

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