Momentan durchsucht die Staatsanwaltschaft Köln die Zentrale der Commerzbank in Frankfurt.
Es besteht der Verdacht, dass die erst durch Steuergelder in Milliardenhöhe am Leben erhaltene CoBank Handel mit Aktienpaketen in größerem Stile rund um Ausschüttungstermine betrieben hat (sog. Cum-Ex-Geschäfte).
Oberstaatsanwältin Anne Brorhilker von der StA Köln war es gelungen, sich Informationen von zwei ehemaligen Aktienhändlern zu beschaffen, die sich derzeit vor dem LG Bonn verantworten müssen.
Gegenüber 'Bi' bestätigt die StA Köln auf Nachfrage, "dass heute im Rahmen des Verfahrenskomplexes um die Cum-Ex-Geschäfte Ermittlungsmaßnahmen durchgeführt werden". Bleibt die Frage, wie lange sich Bundeskanzlerin Angela Merkel es politisch noch leisten kann, Steuergelder bei der Commerzbank zu parken – ohne Einfluss zu nehmen auf deren Geschäftspolitik.
Düsseldorf, 10. September 2019
