Bi – Aktuelle Themen

Dr. Zoller zieht Stärkung der BayernLB einem Zentralinstitut vor

Auch wenn die BayernLB im Kreis der Landebanken eine Sonderstellung einnimmt, vornehmlich aufgrund der starken finanziellen Einbindung des Freistaates, ist auch bei ihrer Bilanz-PK das Interesse der Journalisten groß, über das von DSGV-Präsident Helmut Schleweis angeschobene Thema eines Zentralinstitutes für die S-Finanzgruppe zu diskutieren.

Während zeitgleich in Frankfurt bei der Helaba deren Vorstandsvorsitzender Herbert Hans Grüntker der Idee grundsätzlich aufgeschlossen gegenübersteht, allerdings für ihre Umsetzung klare Bedingungen stellt (vorrangig die Frage des Geschäftsmodells zu definieren und anschließend die Träger-Struktur festzulegen unter maßgeblicher Beteiligung der Sparkassen) äußert sich der stellv. Vorstandsvorsitzende der BayernLB, Dr. Edgar Zoller, eher verhalten:  Zunächst stellt er fest, dass der "Gedanke der Konsolidierung nicht neu und grundsätzlich nachvollziehbar sei".

Allerdings, so Zoller, mache ein bloßes "Übereinanderlegen großer Bilanzen strategisch noch keinen Fit" sondern eine Konsolidierung müsse ökonomisch sinnvoll sein. Ähnlich wie Grüntker argumentiert auch Zoller, es sei in erster Linie eine Eigentümerfrage. Neben dem Unterschied, dass in Bayern der Freistaat das Sagen hat und erkennbar anders tickt als Sparkassen. Die Aussage "wir konzentrieren uns darauf, die BayernLB für die Zukunft stark zu machen" deutet nach 'Bi'-Einschätzung darauf hin, dass ein Zentralbank-Modell, falls es überhaupt jemals zum Tragen kommt, ohne die Bayern laufen muss.

Düsseldorf, 22. März 2019  

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