Selten hat ein Untersuchungsausschuss hierzulande zu einer derart großen Personal-Rochade geführt wie der momentan anstehende Wirecard-UA.
Nachdem auf politischen Druck im Ausschuss Finanzminister Olaf Scholz sich sowohl von der BaFin-Spitze, sprich Präsident Felix Hufeld und seiner Vertreterin Elisabeth Röegele, trennt – merkwürdigerweise mit einer nachlaufenden Frist bis Ende März (Hufeld) und April (Röegele) – hat nunmehr auch die WP-Gesellschaft von Wirecard, EY den Abgang ihres Deutschland-Chefs Hubert Barth mitgeteilt.
EY war jahrelang `entgangen`, dass Wirecard statt des testierten Gewinns tatsächlich Verluste, am Ende von rd. zwei Milliarden Euro gemacht hat. EY bestreitet bislang noch, selbst irgendeinen Fehler gemacht zu haben. Man habe sogar, so heißt es, intensiver geprüft als bei anderen Mandaten.
In der WP-Branche wird kolportiert, dass Wettbewerber momentan großes Interesse an EY-Mitarbeitern haben.
Düsseldorf, 26.2.2021
