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Ist Sparkasse KölnBonn kein Thema für OB Henriette Reker?

Wider Erwarten hat die amtierende Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker  am vergangenen Sonntag geschwächelt. Die parteilose Kandidatin, die in den Grünen und der CDU, die beide auf einen eigenen OB-Kandidaten verzichtet haben, ihre politischen Unterstützer hat, muss am 27. September in die Stichwahl gegen den SPD-Kandidaten Andreas Kossiski.

Anlass für `Bank intern` bei Reker nachzufragen, wie sie es zukünftig mit der Besetzung des Verwaltungsratsvorsitzenden der Sparkasse KölnBonn handhaben will.

Der derzeitige Verwaltungsratsvorsitzende Martin Börschel  von der SPD war in seiner eigenen Partei in Ungnade gefallen, weil er sich in der Rolle als Fraktionsvorsitzender im Rat dafür stark gemacht hatte, den Posten eines hauptamtlichen Vorstands der Stadtwerke Köln zu schaffen, um sich diesen mit angedacht 500.000 € p.a. dotierten Posten anschließend höchst selbst einverleiben zu wollen. Schlussendlich verhinderte Reker diesen Börschel-Deal.

`Bank intern` hatte diesen Börschel-Fall als `kölschen Klüngels` bezeichnet und mehrfach bei Reker nachgefragt, wie sie agieren wolle, nachdem Börschel in der Folge sowohl den SPD-Fraktionsvorsitz wie auch das Ratsmandat niedergelegt hatte. Nicht aber den Vorsitz im Verwaltungsrat.   

Offensiv angepackt hat Frau Reker das Thema nicht. Insofern lag nahe, sie jetzt vor der Stichwahl erneut zu befragen.

Während ihr Team die `Bank intern`-Anfrage unverzüglich beantwortete und darauf verwies, diese Fragen an das offizielle Büro von Reker zu richten, was 'Bi` natürlich parallel längst getan hatte, ließ das Reker-Büro unsere Fragen unbeantwortet.

Daraus könnte man schlussfolgern, dass das Thema Sparkasse KölnBonn für Henriette Reker keine hohe Priorität besitzt.

Düsseldorf, 18. September 2020

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