Bi – Aktuelle Themen

Schwäbisch Hall

Während 'markt intern' Mittelstands-Preisträger Karl Kardinal Lehmann sich in Mainz auf sein letztes Pontifikalamt als Bischof vorbereitete, das er am vergangenen Pfingstsonntag zelebrierte, hat der heilige Geist offensichtlich auch bei Schwäbisch Hall: Der Bausparer der Genossenschaftlichen FinanzGruppe zieht seine Kürzung der Bestandspflegeprovision zurück – einstweilen (vgl. 'Bi' 20/2016). Diese frohe Botschaft wurde kurz nachdem der Vorstand um Reinhard Klein sie getroffen hatte, bereits den ersten Primärbanken telefonisch verkündet. Bis zum Ende der Woche dürfte die Nachricht auch beim umsatzschwächsten Institut angekommen sein. Die Ankündigung der Streichung zum Jahreswechsel 2016/2017 wurde mit den Beiräten, dem Aufsichtsrat und innerhalb des Vorstands bis zuletzt kontrovers diskutiert. Deutlich wurde bereits im Vorfeld auch in den Hintergrundgesprächen, die 'Bank intern' mit Primärbank-Vorständen führte, dass die lokalen Vertriebspartner zwar die Kraftanstrengung seitens BSH positiv bewerten, intern wie gegenüber dem Hauptaktionär DZ BANK dem Einbruch in der Ertragslage Taten folgen lassen zu müssen. Aber am Ende war der Druck der Primärinstitute aller­dings zu groß, als weiteres Einsparpotenzial jetzt auch noch die Bestandspflegeprovision zu streichen. BSH-Chef Klein zog daher im Vorstand die Konsequenz: Die angedachte Provisions-Streichung i. H. v. 30 Mio. € wird erst einmal um 1 Jahr verschoben. – Der Ertrags­einbruch aufgrund des Niedrigzinses ist damit bei der BSH allerdings längst nicht gelöst.

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