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Schwenken die Sparkassen bei der NORD/LB doch noch ein?

Während einzelne Insider mutmaßen, aus dem Umstand, dass die Helaba kein Angebot für die NORD/LB abgegeben hat, könne man längst noch nicht darauf schließen, dass es nicht am Ende doch zu einer Beteiligung der Helaba kommen werde, rechnen andere damit, dass von den letzten drei Bietern Centerbridge das Rennen machen könnte.

Und zwar dann, wenn Centerbridge neben dem Land Niedersachsen vor allem die Sparkassen in Niedersachsen davon überzeugen kann, sich bei der Aufspaltung der NORD/LB die Braunschweigische Landessparkasse einzuverleiben. Dieser Deal würde all' diejenigen in der S-Finanzgruppe befrieden, die nicht wollen, dass sich ein privater Investor (mittelbar) in eine Sparkasse einkauft.

Allerdings löst diese Abspaltung, wenn die Sparkassen sie überhaupt wollen, noch längst nicht das EK-Problem der NORD/LB. Der Bank fehlen, so wird gemutmaßt, mindestens 3,5 Mrd. €. Wenn nun, wie man hört, Centerbridge bereit sein soll, seinerseits wie auch das Land Niedersachsen 2,5 Mrd. € beizusteuern, würden sich allerdings zugunsten des Investors die Beteiligungsverhältnisse stark verändern. Centerbridge besäße dann rd. 40 Prozent.

Dies wiederum wirft die Frage auf, ob die NORD/LB dann weiterhin im Haftungsverbund der Sparkassen bleiben kann. Zumal der neue Eigentümer der HSH NORDBANK durchsetzen konnte, dass die Sparkassen auch hierfür weiterhin die Last tragen müssen, bevor diese ehemalige Landesbank in den Haftungsverbund des BdB überwechselt.

Mal ganz abgesehen davon, dass die Bereitschaft der Sparkassen nicht unendlich ist, auf Zeitbomben sitzen zu wollen, rückt an diesem Punkt der Sparkassenpräsident aus Hessen-Thüringen, Gerhard Grandke, wieder in den Mittelpunkt des Geschehens. Grandke jedenfalls, einerseits bereit, 'seine' Helaba ins Rennen zu schicken, will andererseits partout verhindern, Banken mit privaten Eigentümern im Haftungsverbund der Sparkassen zu haben.

Auffällig ist, dass Thomas Mang, als Präsident des niedersächsischen Sparkassenverbandes immerhin  Sprecher der 26 Prozent-Eigentümer, weiterhin in der Deckung bleibt. 'Bank intern' spürt Unmut, den er dadurch auslöst. Dabei gehört Mang bekanntlich sowieso nicht zu den Mutigsten unter der Sparkassen-Sonne, wie sein Abtauchen anlässlich der Vakanz als gesetzter DSGV-Präsident im letzten Jahr zeigt, als Georg Fahrenschon wegen seiner Steuerunehrlichkeit vom Hof gejagt worden war. Damals hatte Mang sein 'Nein danke' damit begründet, kein Freund der Landesbanken zu sein. Erkenntnisse darüber, das sich dies im Laufe des Jahres geändert hat, besitzt 'Bank intern' nicht.

Düsseldorf, 13. Dezember 2018

 

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