Bi – Aktuelle Themen

Sparkasse Spree-Neiße toppt die eigenen Prognosen – und bleibt Spitze

Wenn Sparkassenvorstände ihr eigenes Institut im Ranking mit anderen Instituten vergleichen, blicken sie mit Respekt auf die Institute im Ostdeutschen Sparkassenverband, dessen kumulierten Instituts-Zahlen wir veröffentlicht haben. Nach vorsichtiger 'Bi'-Einschätzung werden sie die Führerschaft in der S-Finanzgruppe bestätigen. Einer der maßgeblichen Stützen im Verband ist die Sparkasse Spree-Neiße mit Sitz in Cottbus. Deren VV, Ulrich Lepsch, als ein besonnener Bankleiter bekannt, zeigte sich angesichts der eigenen Institutsentwicklung außerordentlich zufrieden. Die wichtigsten Parameter weisen ausnahmslos z. T. beachtliche Ausschläge nach oben aus …(vgl. Kasten). Für Lepsch und sein Vorstandsteam mit Ralf Braun und Thomas Heinze dokumentiert sich in den nackten Zahlen das "hohe Maß an Vertrauen, dass die Kunden der Sparkasse entgegenbringen" – zugleich Anerkennung wie Verpflichtung, sich den Belangen der Kunden auch in Zukunft kompromisslos zu stellen. Hatte uns bereits die Mittelbrandenburgische Sparkasse (vgl. 'Bi' 9/2016) mit ihrer ausweislich einer Cost Income Ratio von 45 % beeindruckenden Wirtschaftlichkeit überzeugt, müssen wir der Sparkasse Spree-Neiße angesichts ihrer Quote von 41,7 % höchstes Lob zollen.

 Sparkasse Spree-Neiße Bilanz und G+V

 

2015

2014

Bilanzsumme:

3,035 Mrd. €

2,902 Mrd. €

Summe der Einlagenbestände:

2,481 Mrd. €

2,381 Mrd. €

Summe der Kreditzusagen:

793,5 Mio. €

744,4 Mio. €

Anzahl der Privatgirokonten:

120.267

121.330

Anzahl der Geschäftsgirokonten:

10.243

10.503

Kernkapitalquote (Art. 25 CRR)

43,5%

35,0%

Betriebsergebnis vor Bewertung:

57,9 Mio. €

60,0 Mio. €

Betriebsergebnis nach Bewertung:

52,8 Mio. €

63,9 Mio. €

Jahresüberschuss:

11,9 Mio. €

11,5 Mio. €

EK Fonds für allg. Bankkrisen

270 Mio. €

249,5 Mio. €

EK Sicherheitsrücklage

223,5 Mio. €

211,6 Mio. €

Cost Income Ratio

41,7%

40,9%

Wie GUT die Sparkasse mit Geld umgehen kann, zeigt sich an folgenden Parametern:  ++ Der Zinsüberschuss, als wichtigste Ertragsquelle der Sparkasse, konnte trotz des weiter­hin anhaltenden Niedrigzinsniveaus mit 85,6 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau gehalten werden. Mit 2,86 % der Durchschnittsbilanzsumme/DBS liegt er damit oberhalb des Verbandswertes  ++ Die Provisionseinnahmen belaufen sich auf 14,1 Mio. € (13,3 Mio. € in 2014)  ++ Trotz Tariferhöhung und allgemeinem Anstieg der Sachkosten blieb die Summe des Verwaltungsaufwandes in 2015 mit rd. 200.000 € sogar unter dem Vorjahreswert (das entspricht vorbildlichem 1,40 % des DBS).

Sicherlich ist das stabile wirtschaftliche Umfeld der Sparkasse Spree-Neiße eine Grundvoraussetzung für das hervorragende Jahresergebnis. Dennoch dürfen die Managementqualität des Vorstandes und die Leistungsdichte der Mitarbeiter nicht übersehen werden – erst durch sie zeigt sich die wirkliche Power dieser Sparkasse, die nach vorläufiger 'Bi'-Analyse die rentabelste in der Republik ist.

'Bi'-Fazit: Selbst für nüchtern denkende 'Bi'-Beobachter ist es ein Hochgenuss, die wirtschaftliche Entwicklung der Sparkasse Spree-Neiße über die Jahre zu beobachten. Trotz höchster Profitabilität bestätigt sich regelmäßig bspw. in der Höhe der Spenden und des Sponsorings, dass dieses Institut traditionell eine sehr enge Verbindung zur Region pflegt. So wurden allein 2015 mehr als 600 Projekte gefördert. Dafür wurden über 2,1 Mio. € verauslagt.   

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