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Sparkassen in Ostdeutschland bleiben Spitze

Das Jahr 2016 hat es in sich – nicht nur dass der Ostdeutsche Sparkassenverband/OSV auf ein 25-jähriges Bestehen zurückblicken kann, 'seine' 45 regionalen Institute legen ausweislich der Halbjahreszahlen einen Rekord hin, der angesichts des allgemeinen Marktumfeldes außergewöhnlich ist. Unterschwellig wird immer wieder im Zusammenhang mit der semantischen Bewertung des Ostens der Republik von 'Aufbau Ost', von 'Randgebiet', ja und bisweilen sogar von 'ụnterprivilegiert' gesprochen. Dem allen muss man nur die aktuellen Zahlen entgegenhalten, die OSV-Präsident Dr. Michael Ermrich gemeinsam mit Verbandsgeschäftsführer Wolfgang Zender jetzt präsentierte. Im Einzelnen:

++ Die kumulierte Halbjahresbilanz liegt bei 112,19 Mrd. € (Vorjahr per 30.6.: 109,75 Mrd. €)  ++ Die Summe der Einlagen addiert sich auf 90,5 Mrd. € (93,8 Mrd. €)  ++ Die Kreditzusagen sind geradezu explodiert (von wg. 'ụnterprivilegiert'). Die Kreditvergabe an Privatpersonen stellt mit 2,13 Mrd. € einen Spitzenwert dar. An Unternehmenskrediten sind 2,4 Mrd. € auf der Uhr (2,2 Mrd. €).

Ermrich nutzte das öffentliche Forum, auf die Missstände hinzuweisen, denen die Sparkassen (nicht nur im OSV) ungebremst ausgesetzt sind: "Wir überwinden mit viel Kraft und Energie die Hürden, die man uns in den Weg stellt. Es ist aber sehr deutlich, dass noch mehr Regulierung nicht zu verkraften ist. Sie ist nicht nur überflüssig, sie schadet den Sparkassen, den Kunden und letztlich auch der europäischen Idee." Ermrich bemängelte das fehlende 'rechte Maß', bei der Bankenregulierung fehle der Blick auf das Risiko unter Berücksichtigung des spezifischen Geschäftsmodells des Instituts. Ermrich erinnert daran, dass Subsidiarität auch im EU-Vertrag festgeschrieben ist. Sie ziele auf Selbstbestimmung der einzelnen Ebenen, nicht auf Bevormundung und zentrale Gleichmacherei. Dennoch zeigt Ermrich sich mit dem, was die Sparkassen in den 1.387 Geschäftsstellen und ihre 16.574 Mitarbeiter geleistet haben, zufrieden: "Unsere Sparkassen haben allen Grund stolz zu sein. Auch darauf, dass sie an ihrem öffentlichen Auftrag festhalten und trotz des gewaltigen Drucks der Niedrigzinsphase und der Last der Überregulierung zuerst für ihre Kunden da sind und flächendeckend Finanzdienstleistungen anbieten."

'Bi'-Fazit: Die Sparkassen in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Sachsen-Anhalt können mit Fug und Recht als vorbildlich im DSGV bezeichnet werden. Sie sind eine wichtige Stütze dezentraler Versorgung der Menschen und Unternehmen und sie sind selbst in der heutigen Zeit auch als Institute rentabel. Das leicht rückläufig prognostizierte Betriebsergebnis vor Bewertung von 1,05 % der Durchschnittsbilanzsumme (DBS) stellt in Deutschland den Spitzenwert dar. – Bekanntlich muss man sich Neid erarbeiten, während man Mitleid geschenkt bekommt.

Düsseldorf, 30. August 2016, 12:00 Uhr

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