Zu den staatlichen Förderinstrumenten Vermögenswirksame Leistungen (VL) und Arbeitnehmer-Sparzulage hatten Abgeordnete wie z. B. Frank Schäffler, Christian Dürr und Dr. Florian Toncar sowie die FDP-Fraktion eine Kleine Anfrage mit 15 Fragen und zusätzlichen Unterfragen gestellt. Die Antwort der Bundesregierung (Az. DR 19/4663) durch die parlamentarische Staatssekretärin im BMF, Christine Lambrecht (SPD), offenbart interessante Details. Bspw. ist die Gesamtzahl der Förderungen – wohl auch aufgrund der restriktiven Einkommensgrenzen – stark rückläufig. Da Lebensversicherungen schon seit Jahren nicht mehr förderfähig sind, entfällt der Löwenanteil der VWL-Verträge auf die Anlagearten Sparvertrag/Vermögensbeteiligungen sowie Bausparverträge. Interessant auch, dass viele der Sparverträge vorzeitig abgebrochen werden. So wurden von 2012 bis 2017 jedes Jahr Verträge in einer Größenordnung von 965.473 bis 1.863.202 beendet. Das relativiert u. E. die dem Produkt Lebensversicherung immer wieder vorgehaltenen Kündiger-Zahlen ganz gewaltig, zumal die LV-Verträge noch deutlich langfristiger angelegt sind. Offensichtlich gibt es ein Defizit im Verbraucherbewusstsein, dass (Alters-)Vorsorge langfristiges Sparen erfordert. Daran zu arbeiten, das wäre richtig verstandener Verbraucherschutz, anstatt Altersvorsorgeprodukte nur zu verteufeln. „Die GroKo vernachlässigt die kleinen Sparer. Dabei sind diese durch die Finanzkrise besonders gebeutelt. Dabei ist VL einfach und unkompliziert und könnte ein Vorbild für eine Reform der komplizierten Riester-Rente sein“, erläutert Frank Schäffler, Vorsitzender der Arbeitsgruppe Steuern und Finanzen der FDP-Bundestagsfraktion gegenüber ‚versicherungstip‘.
Die Antwort/Kleine Anfrage erhalten Sie hier.