„Auch im Jahr 2024 hat sich, trotz vereinzelter Querschläger, gezeigt, wie positiv das Zusammenwirken mehrerer für die unabhängigen Vermittler eintretender Berufsverbände ist: Das mit der europäischen Retail Investment Strategy (RIS), der sogenannten EU-Kleinanlegerstrategie, drohende Provisionsverbot für Versicherungsmakler konnte abgewandt werden. Maßgeblich dazu beigetragen haben sachliche Argumente in Stellungnahmen zu dem Vorhaben und Gespräche mit Politikerinnen und Politikern auf EU- und deutscher Ebene. Doch die Regulierungswellen rollen weiter.
Das wird auch 2025 so sein, obwohl seitens Aufsichtsbehörden und Politikern häufiger auf einen notwendigen Bürokratieabbau hingewiesen wird. Mit dem Argument ‚Verbraucherschutz‘, und das gilt insbesondere für die EU-Kommission, die europäischen Aufsichtsbehörden und die BaFin, gut gemeinte Gesetzesregelungen und Anordnungen erlassen und damit ständig an der Regulierungs- und nun auch Aufsichtsschraube drehen, ist weder gut für die Vermittler und Versicherer noch im Interesse der Verbraucher. Denn die Erfüllung zusätzlicher Anforderungen führt zu Arbeitsaufwand und zur Einstellung neuer Mitarbeiter.
Die damit einhergehenden Kosten müssen erwirtschaftet werden und führen letztlich zu vom Verbraucher zu tragenden höheren Preisen. Wir werden uns daher argumentativ mit Daten zu Regulatorikkosten dafür einsetzen, dass jede zusätzliche Auflage vor ihrer Einführung auf das ‚Value for money‘ der zusätzlichen Regulatorik aus Verbrauchersicht überprüft werden muss. Unser Appell an die politischen Verantwortungsträger im Interesse der Verbraucher, der Versicherungsmakler und der kleinen und mittelständischen Versicherer: Bei der jetzigen Regulierungsdichte gilt: Weniger ist mehr!"