vt – Aktuelle Themen

Jahresausblick von Martin Gräfer, Vorstand Versicherungsgruppe die Bayerische

++ „Für die Bayerische war das Jahr 2019 trotz der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein echtes Erfolgsjahr und wir konnten unseren Wachstumskurs fortsetzen. Im Jahr 2020 wird es für uns als Unternehmen darauf ankommen, den für unsere Branche widrigen äußeren Umständen – Stichwort Niedrigzinsumfeld – weiter erfolgreich zu trotzen. Gerade für das Lebensversicherungsgeschäft ist das keine einfache Herausforderung, der wir uns aber gerne stellen. Hierbei wird es vermehrt darum gehen, kreative und innovative Wege zu finden, um unseren Kunden Möglichkeiten zu geben, eine sichere Rendite zu erwirtschaften ohne dabei überproportionale Risiken eingehen zu müssen. Von ungebrochener Relevanz für die Versicherungsbranche bleibt auch 2020 das Thema Digitalisierung und deren disruptives Potential. Im Rahmen unseres Zukunfts- und Transformationsprojekts ‚die Bayerische goes Amazon‘ arbeiten wir schon seit über einem Jahr mit Hochdruck daran, in einem sich rasant veränderndem Marktumfeld auch zukünftig relevante, innovative Lösungen für unsere Kunden anzubieten. Dabei rückt für uns insbesondere das Thema Vorsorge in den Fokus. Nicht umsonst stellen wir uns in unserer Vision die zugegebenermaßen etwas provokante Frage: Wie können wir dazu beitragen das Versichern in Zukunft vielleicht sogar gänzlich überflüssig zu machen? Hier arbeiten wir gerade an neuartigen Ideen und man darf für das Jahr 2020 mit Recht gespannt sein. Nicht zuletzt wäre da das Thema Klimawandel, welches auch im neuen Jahr weiterhin höchste Priorität auf der gesellschaftlichen wie politischen Agenda genießen wird. Welche Antworten findet die Versicherungswirtschaft? Etablieren sich grüne Finanzproprodukte weiter in der Mitte der Gesellschaft? Mit unserer nachhaltigen Versicherungsmarke Pangaea Life sehen wir uns bei diesem wichtigen Zukunftsthema bestens aufgestellt 

++ Wir werden unseren Vertrieb im kommenden Jahr vermehrt bei lokalen Online-Marketing-Aktivitäten unterstützen. Über eine spezielle, einfach zu bedienende Plattform versetzen wir unsere Geschäftspartner in die Lage, mit wenigen Klicks maßgeschneiderte Online-Marketing-Kampagnen launchen zu können. Eine digitale, zielgruppengerechte Ansprache im lokalen Umfeld wird damit so einfach wie nie. Auch auf unserem neuen Kundenportal werden sich unsere Vertriebspartner ihren Kunden und Zielgruppen mit deutlich ausgeweiteten Möglichkeiten als Ansprechpartner präsentieren können. Natürlich werden auch produktseitige Verbesserungen im neuen Jahr zur weiteren Unterstützung unserer Geschäftspartner beitragen. Beispielsweise ergänzen wir die Plusrente durch ein neues Portal mit einer direkten Produktsuche. Darüber hinaus wird es Bestandsaktionen im Rahmen unserer Grundfähigkeitenversicherung geben, im Rahmen derer wir die Absicherung von Kindern bereits ab einem Alter von nur drei Jahren mit späterem Umtauschrecht in eine Berufsunfähigkeitsversicherung ermöglichen. Auch mit unseren Tochterunternehmen werden wir die spezifischen Dienstleistungen weiter optimieren. Hier sei exemplarisch die Nettowelt als Dienstleister für die Honorarvermittlung genannt 


++ Geht es um unsere Erwartungen an die Politik, lässt sich das Thema Regulatorik – allen voran natürlich die Einführung des Provisionsdeckels - nicht umgehen. Obwohl wir dessen Einführung wohl nicht mehr verhindern werden können, werden wir uns auch im nächsten Jahr dafür einsetzen, die Politik von der Widersinnigkeit dieses marktfeindlichen und in letzter Instanz für Makler wie Kunden gleichermaßen nachteiligen Gesetzes zu überzeugen. Hier gilt es für die gesamte Assekuranz an einem Strang zu ziehen.  Statt noch mehr staatlicher Interventionen in einem ohnehin schon überregulierten Feld, fordern wir mehr Vertrauen in die Innovationskräfte des Wettbewerbs. Und auch im neuen Jahr werden die niedrigen Zinsen eine enorme Belastung für die Lebensversicherer darstellen. Wie die Branche diese schwierige Situation erfolgreich meistert, hängt maßgeblich davon ab, welche Weichenstellungen die Politik vornimmt. Statt der Branche das Leben durch weitere regulatorische Maßnahmen schwerer und schwerer zu machen, bedarf es zukunftsfähiger und der gegenwärtigen Lage angepasster Richtungsentscheidungen. Tatsache ist: Die derzeitige Zinspolitik der EZB schadet den Sparern. Hier erwarten wir eine Abkehr von der anhaltenden Niedrigzinspolitik.“

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