vt – Aktuelle Themen

Jahresausblick von Norman Wirth, Vorstand AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V.

++ „Der AfW hat sehr gute und professionelle Mitglieder und auch Fördermitgliedsunternehmen der Finanz- und Versicherungsbranche, die auf die kundenorientierte und unabhängige Beratung setzen. Auch im letzten Jahr sind viele neue Mitglieder zu uns gestoßen, auch viele namhafte und große Fördermitgliedsunternehmen. Alle eint auch für die Zukunft die Erkenntnis: Nur gemeinsam sind wir stark. An dieser Stelle auch einen herzlichen Dank an das Team vom Versicherungstip für die gute Zusammenarbeit 2019, inbesondere beim Thema Provisionsdeckel. Fünf Kernthemen haben wir für die politische Verbandsarbeit des AfW für 2020 definiert.

1. Provisionsdeckel: Die Pro und Contra – Argumente sind hinreichend bekannt. Wir werden mit unseren Partnern in Branche und Politik, u.a. der beim kapital-markt intern Verlag angesiedelten Bundesarbeitsgemeinschaft zur Förderung der Versicherungsmakler (BFV), weiter alles tun, um diesen Verfassungsbruch und ordnungspolitischen Sündenfall zu verhindern.

2. BaFin-Aufsicht: Der Koalitionsvertrag sieht eine Übertragung der Aufsicht im 34f-Bereich hin zur BaFin vor. Wir wollen das nicht. Das Thema ist auch für die Versicherungsmakler relevant. Die Einheitlichkeit der Aufsicht würde dann auch für Makler die BaFin-Aufsicht absehbar nach sich ziehen. Es gibt 1000 Gründe, warum das insgesamt keine gute Idee wäre. Bereits 2019 waren wir hier extrem aktiv.

3. Finanzanlagenvermittlungsverordnung:  Zum 01.08.2020 tritt die überarbeitete und an MiFID2 angepasste Finanzanlagenvermittlungsverordnung in Kraft. Die praktische Umsetzung, u.a. zum Taping, führt noch zu vielen Fragen. Wir werden aufklären und Abstimmungs- und Definitionsarbeit innerhalb der Branche und mit der Aufsicht leisten.

4. Nachhaltigkeit: Auch in der Finanzanlage wird dieses Thema – zu Recht – zunehmend Einzug halten. In die Diskussionen hierüber in Branche und Politik werden wird uns aktiv einbringen.

5. Private Pflichtvorsorge: Es wird diskutiert, eine vierte Säule der Altersvorsorge einzurichten, ggf. über einen Staatsfonds. Ein Thema mit aktuell noch unüberschaubarem Einfluss auf die Branche und unsere Mitglieder, was keinesfalls unterschätzt werden darf!  


++ Möge es endlich wieder mittelstandsorientierte, nachvollziehbare, entbürokratisierende und dabei trotzdem auch verbraucherschützende und nachhaltige Politik geben. Insbesondere in Richtung SPD ginge der Appell, die  ideologischen Scheuklappen abzulegen und das Ohr auch wieder dort zu haben, wo vor allem die Arbeitsplätze geschaffen werden – beim Mittelstand.“

 

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