vt – Aktuelle Themen

Jahresausblick von Stefan Liebig, Vorstand Vertrieb Die Haftpflichtkasse VVaG

++ „Der Markt und das Kundenverhalten verändern sich rasant. Bei den Neuabschlüssen wird sich sicherlich der Anteil im privaten Kompositgeschäft weiter in Richtung online verschieben. Ein Makler sollte also gut abwägen, in welchen Bereichen er künftig tätig sein möchte und ob eine gewisse Spezialisierung sinnvoll sein könnte. Unsere Aufgabe sehen wir von jeher darin, Innovationsmotor zu sein – mit neuen Dienstleistungen und Produktbausteinen unseren Geschäftspartnern Mehrwerte sowie Prozessoptimierungen zu bieten. Innovationskraft sorgt dafür, dass Marktchancen gestärkt und ausgebaut werden können. Insofern setzen wir weiterhin auf diesen Schlüssel zum Erfolg, indem wir beispielsweise dafür einen eigenen Bereich auf die Beine gestellt haben  

++ Wir werden in 2020 ein kleines Key-Account-Team aufbauen, das in der Fläche für komplexe Sachverhalte zur Verfügung stehen wird. Darüber hinaus haben wir erst kürzlich von Maklern sehr gute Ergebnisse für unsere technische Vertriebsunterstützung erhalten. Das ist ein guter Ansporn, auch 2020 an dieser Stelle erneut Maßstäbe zu setzen. Zudem intensivieren wir in der fachlichen Ausrichtung die Portfolioumdeckung und das Gewerbegeschäft. Dafür setzen wir künftig bewusst qualifizierte Kollegen auch im Außendienst ein. Aber eher nach dem Motto ‚Klasse statt Masse‘. Zudem wird zum Jahreswechsel den Vermittlern ein ,digitaler Maklerbetreuer‘ auch über Videotelefonie oder per Chat zur Verfügung stehen 

++ Bezüglich Regulierungsfragen der Vermittler verfolgen wir zum Beispiel die Debatte über eine Obergrenze bei den Abschlussprovisionen für Lebensversicherungen weiterhin sehr genau. Wir bleiben dabei: Ein Provisionsdeckel, wie auch immer dieser letztlich aussehen wird, wird negative Auswirkungen auf die Vermittlertätigkeit haben. Wir plädieren deshalb nach wie vor dafür, eine tragbare und faire Lösung zu finden, die vor allem die Interessen des Vermittlermarkts berücksichtigt. Die mittel- und langfristige Überlebensfähigkeit der Akteure im Markt darf dabei auf keinen Fall riskiert werden. Sinnvoll sind diejenigen regulatorische Anforderungen, die darauf zielen, den Verbraucherschutz bzw. die Verbraucherinformation zu erhöhen. Jedoch sollten sie nicht über das Ziel hinausschießen. Damit die Unternehmen die Erfüllung aller regulatorisch vorgegebenen Anforderungen stemmen können, ist es meines Erachtens notwendig, die dafür erforderliche Zeit seitens der Behörden entsprechend eingeräumt zu bekommen.“

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