Als Doppel-Veranstaltung trat in diesem Jahr die Pools & Finance in Nürnberg (07.06.) und in Hamburg (14.06.) an. Gleich bei der ersten Messe verschafften wir uns in Nürnberg einen Eindruck vor Ort. „Wie es die Makler im Beratungsprozess notwendigerweise tun, so steigern auch wir die Effizienz für unsere Kunden, die Makler als Besucher. Mit einer Messe im Süden und einer im Norden verkürzen wir die Anreisewege deutlich“, erläutert für den Veranstalter bbg Betriebsberatungs GmbH/Bayreuth das Mitglied der Geschäftsleitung Konrad Schmidt. Doch nicht nur das, auch die Zahl der Mitveranstalter ist auf elf gestiegen (Vgl. ‚vt 15/16). Neben den Verbänden AfW - Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. und VOTUM Verband Unabhängiger Finanzdienstleistungs-Unternehmen in Europa e.V. stellen sich mit BCA AG, ConceptIF AG, degenia Versicherungsdienst AG, Jung DMS & Cie. AG, maxpool Servicegesellschaft für Finanzdienstleister mbH, Netfonds AG, Qualitypool GmbH, SDV Servicepartner der Versicherungsmakler AG und der vfm-Gruppe immerhin neun Pools auf der Messe einer direkten Leistungsschau. Insgesamt 90 Aussteller, 4 Kongresse und zahlreiche Workshops standen für die Besucher mit Infos bereit. Die Pools nahmen vor allem die fortschreitende Digitalisierung und Regulierung in den Fokus: „Digitalisierung und Regulierung sind die Megatrends, mit denen unsere Kunden, die Makler und Vermittler, immer stärker konfrontiert werden. Beide Themen können wir auch dank der BCA eigenen Bank in unterschiedlichsten Stufen anbieten, so dass der Makler die für ihn passende Ausgestaltung wählen kann und dennoch zukunftsfest ist, sollte er sein Geschäftsmodell in die eine oder andere Richtung verändern“, setzt Oliver Lang, Vorstand BCA und BfV Bank für Vermögen AG, bei der Digitalisierung auf einen möglichst breiten Ansatz für die Geschäftspartner. Und auch Dr. Sebastian Grabmaier, CEO JDC, sieht die Pools hier in der Pflicht, da die BiPRO-Norm sich noch nicht durchgesetzt hat: „Millionen von Dokumenten scannen und in die digitale Welt einarbeiten kann nicht die Lösung sein. Aber bis die BiPRO-Norm von allen Versicherern eingesetzt wird, müssen wir mit fünf bis zehn Jahren rechnen. Solange können und wollen Makler und Kunden nicht warten. Deshalb stellen wir Übergangslösungen bereit.“ Stärker fokussiert sieht sich maxpool-Geschäftsführer Oliver Drewes: „Datentechnisch bin ich als Pool so stark aufgestellt wie mein schwächster Versicherer. Deshalb setzen wir derzeit auf OCR-Scans, damit angelieferte Daten auf alle Fälle digital eingearbeitet werden können.“ Dass die Digitalisierung weiter voranschreiten wird, darin waren sich alle Pools auf der Pressekonferenz einig, bei der praktischen Arbeit verfolgen sie aber unterschiedliche Ansätze. Die erste Veranstaltung in Nürnberg nutzten nach Angaben der bbg rund 1.300 Teilnehmer. Die konnte u. a. mit wenig Aufwand bei den teilnehmenden Maklerpools vergleichen, wer welche Leistungen und Service anbietet.