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Porazik bedauert nach ‚vt‘-Kritik unbedachte Aussage

In der Vorwoche informierten wir Sie über die Aussage von Norbert Porazik, GGF der Fonds Finanz Maklerservice GmbH, wonach der Pool sich problemlos im Falle eines Provisionsverbots auf Honorarberatung umstellen könne („Provisionsverbot wäre dank ­Hg Capital für Fonds Finanz kein Problem“, so ‚procontra‘). Doch dabei berücksichtigt der Pool-Chef weder das Verbraucherverhalten noch die negativen Auswirkungen auf Versicherungsmakler (vgl. ‚vt‘ 11/23).

Auf dem Social-Media-Kanal ‚LinkedIn‘ haben wir auf unseren Bericht „Fonds Finanz-Chef redet einem Provisionsverbot das Wort“ hingewiesen. Daraufhin hat Norbert Porazik eingeräumt, dass er sich „schlecht ausgedrückt“ habe. Eigentlich habe er sagen wollen, „dass Fonds Finanz einen sehr langen Atem hätte, sollte es zu großen Marktveränderungen kommen, wir alle notwendigen Veränderungen umsetzen könnten und somit auch die Bestandsprovisionen und Dynamikprovisionen unserer Vermittler gesichert“ wären.

Diese Klarstellung ist insbesondere mit Blick auf Politiker und sogenannte Verbraucherschützer, die ein ideologisches Provisionsverbot fordern, wichtig. Ebenso für Politiker, die mit Weitsicht und Fachkenntnis, wie den Folgen eines Provisionsverbotes in anderen Ländern, für den Erhalt der sinnvollen Beratung und Vermittlung gegen Provision bzw. ein Nebeneinander von Provisions- und Honorarberatung sind. Denn die Honorarberatung wird in Deutschland weiterhin vom Verbraucher sehr zurückhaltend in Anspruch genommen und das Provisionsverbot in UK hat zu einer Beratungslücke, weil die meisten Verbraucher sich hohe Honorare nicht leisten können oder wollen, sowie folglich zu einem Vermittlerrückgang, geführt.

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