„Als Berichterstatter meiner Fraktion bin ich mit dem Ausgang der Verhandlungen im Europäischen Parlament sehr zufrieden.
Ein von der linken Seite des Hauses gefordertes Provisionsverbot konnten wir verhindern. Verbote sind in einer freien Marktwirtschaft keine Lösung. In diesem Fall hätten wir genau das Gegenteil erreicht. Erfahrungen aus Staaten mit einem Provisionsverbot wie den Niederlanden oder dem Vereinigten Königreich haben gezeigt, dass Provisionsverbote zu einer Beratungslücke geführt haben und Anleger mit geringerem Kapital keinen Zugang mehr zum Kapitalmarkt haben oder nur noch in riskante Produkte investieren.
Gleichzeitig sind diese verbesserten europäischen Regelungen ein wichtigen Schritt zur Vollendung der Kapitalmarktunion.
In der nächsten Legislaturperiode wird dann das neue Parlament entschieden, wie die Verhandlungen weitergehen. Wir haben jedenfalls unsere Hausaufgaben gemacht und hoffen, dass die Verhandlungen mit dem Rat schnell aufgenommen werden.“
Ralf Seekatz, MdEP und Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Währung