++ „Es ist gut, dass sich die Regierungskoalitionen weder auf einen Provisionsdeckel noch auf die Übertragung der Finanzanlagevermittler unter die BaFin-Aufsicht einigen konnten. Dies hat auch mit unserem Druck aus der Opposition heraus auf die Koalition zu tun.
Beide Maßnahmen hätten verheerende Auswirkungen auf die Vielfalt des Marktes und für die Kunden nur Nachteile gehabt. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Sollte es nach der nächsten Bundestagswahl eine schwarz-grüne Regierung geben, dann stehen beide Themen wieder auf der Tagesordnung. Das Versagen der BaFin bei Wirecard wird dann vergessen sein. Das gilt es zu verhindern.
++ Schon heute könnte die BaFin bei zu hohen Provisionen über Paragraph 48 a VAG eingreifen. Bei den Restschuldversicherungen wäre hier sogar dringender Handlungsbedarf. Doch die BaFin schläft hier vor sich hin.
++ Neben dem nationalen Gesetzgeber spielt die europäische Ebene eine immer größere Rolle. Hier müssen die Frühwarnsysteme im Deutschen Bundestag verbessert werden. Viel zu spät greift der Finanzausschuss bei europäischen Gesetzgebungsverfahren ein und betont die Besonderheit des deutschen Vermittlermarktes. Hier müssen wir mehr tun, um immer neue Regelungen und immer neue Bürokratie zu verhindern.“