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Statement Verbände für 2021 von Dr. Hans-Georg Jenssen, Geschäftsführender Vorstand BDVM – Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler e.V.

++  „Die im BDVM organisierten Versicherungsmakler sehen trotz oder auch gerade wegen Corona positiv in die Zukunft. Wenn die Pandemie eines für Breite Teile der Kunden unserer Mitglieder gezeigt hat, dann ist es das Bewusstsein, wenn es darauf ankommt, habe ich meinen Sachwalter an der Seite. Unsere Mitglieder, aber man wird wohl sagen können, alle Vermittler waren an der Seite ihrer Kunden und haben so deutlich gemacht: Es geht nichts über einen persönlichen Ansprechpartner, der mir z. B. bei essentiellen Fragen, wie z. B. bei der Betriebsschließung meines Restaurants, hilft.

Die Pandemie-Zeit hat auch dazu geführt, dass Vermittler insgesamt deutlich in die modernen Zeiten von Video-Beratung bzw. -Konferenzen und Homeoffice – in Norddeutschland würde man sagen – hinein bugsiert wurden, was der Zukunftsfähigkeit der Vermittler beim Kampf um Talente – sprich neue Mitarbeiter – nur gut tut.

Verdauen müssen die Versicherungsmakler bzw. alle Vermittler, dass das Image der und das Vertrauen in die Versicherungswirtschaft insgesamt in 2020 z. B. durch die BSV-Problematik und die sehr deutlichen Prämienerhöhungen im gewerblichen und industriellen Bereich gerade zu einer Zeit, in der es der Wirtschaft nicht allzu gut geht, stark gelitten hat. Hier bedarf es eines deutlich besseren partnerschaftlichen Umgangs zwischen den Beteiligten. Wir sind zuversichtlich, dass dies in 2021 auch geschehen wird.

++ Soweit es die regulatorischen Vorhaben betrifft, sind wir nicht traurig darüber, dass das Projekt Provisionsdeckel zunächst einmal eingeschlafen ist. Das neue Jahr wird aber deshalb besonders spannend, weil auf EU-Ebene die Weichen für die Revision der IDD und MiFID gestellt werden und mit dem Projekt DORA – digital operational resilience act – ein Projekt auf die Rampe geschoben wurde, das sich zu einem Bürokratiemonster für Versicherungsvermittler entwickeln könnte.

Wir als Verband werden mit unseren Partnern in der EU versuchen, hier die Kirche im Dorf zu lassen. 500.000  europäische Vermittler müssen nicht die gleichen IT-Sicherungsanforderungen erfüllen, wie eine große multinational tätige Bank! 

++  Eine besondere Herausforderung wird im kommenden Jahr dann die Frage sein, wer ab Herbst mit wem regiert. Man muss kein Hellseher sein, die Frage, wie Altersversorgung breiter Kreise zu organisieren ist, wird nicht von der Bildfläche verschwinden.

Hier gilt es unser Wissen und die geballte Kraft der Versicherungswirtschaft insgesamt einzusetzen, mit guten Argumenten und Vorschlägen überzeugend für eine Lösung mit der privaten Versicherungswirtschaft zu werben, um den Modellen Deutschlandrente und Extra-Rente etwas entgegenzusetzen. Insoweit sitzen Vermittler und Versicherer in einem Boot! Aber wer nicht kämpft, hat bereits verloren.“

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