vt – Aktuelle Themen

Statement Verbände für 2021 von Norman Wirth, Geschäftsführender Vorstand AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V.

Für uns alle möge das Jahr 2020 mit seinen Verlusten durch Corona und mit den Einschränkungen der kulturellen und sozialen Vielfalt bitte einzigartig bleiben. Vieles, was wir aber 2020 in der Branche und für unsere Mitglieder erlebt haben, darf sich gern fortsetzen. Da sind zum einen die gescheiterten Regulierungsvorhaben für den Provisionsdeckel im LV-Bereich und die BaFin-Aufsicht für unabhängige Finanzdienstleister. Der AfW und seine Mitglieder und Unterstützer und Verbündete – auch ,versicherungstip‘ danke!!! – haben ihren Teil dazu beigetragen, dass hier letztlich die Vernunft obsiegt.

Wir erwarten, dass sich das für den Rest der Legislaturperiode so fortsetzt. Corona hat auch zu einem positiven, unumkehrbaren Digitalisierungsschub bei den unabhängigen Vermittlern geführt. Es wird deutlich mehr digital beraten.  Das Verhältnis von persönlicher und digitaler Beratung hat sich umgekehrt Die Digitalisierung führte zu mehr Effizienz, besserer Kundenkommunikation und in der Breite vor allem weiter guten Umsätzen. Wenn die unabhängigen Vermittler, nach den aktuellen Zahlen des 17. AfW-Vermittlerbarometer, auch in 2020 im Durchschnitt mit nahezu gleichbleibendem Umsatz rausgehen, ist das bemerkenswert.

Der AfW sieht insofern aktuell keinen Anlass für Corona-Hilfsmaßnahmen für Versicherungsvermittler außerhalb der bestehenden Programme. In Anbetracht der aktuell vorliegenden Zahlen hielten wir das für unsolidarisch gegenüber den tatsächlich betroffenen Branchen und gehen bisher auch für 2021 davon aus, dass sich hieran nichts ändert. Viele Vermittler sind in der Krise proaktiv auf ihre Kunden zugegangen, haben Flagge gezeigt und Hilfe angeboten – die auch angenommen wurde. Hinzu kommt, dass Versicherer und auch Pools und Verbünde viel getan haben, um mögliche Probleme durch Vertragskündigungen und damit einhergehende Storni beim Vermittler zu vermeiden.

Es wurden sehr schnell Alternativen entwickelt, damit es für alle Beteiligten nicht zu diesem Worst Case kommt. Mit Erfolg. Wenn da nicht der krasse Wermutstropfen der Causa Betriebsschließungsversicherung wäre, könnte man sagen, die Branche hat sich bisher GEMEINSAM äußerst erfolgreich – auch durch kundenorientiertes Handeln – durch die Krise laviert. Die Branche kann gemeinsam, im eigenen und gleichzeitig auch im Kundeninteresse agieren und Krisen bestehen. Das muss und wird sich auch in 2021 so fortsetzen.“

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