„Versicherung wegen Rufmord verklagt – Adlon-Gründer fordert eine Mrd. €“, titelt ‚BILD’ und legt im Bericht nach: „Sollte Jagdfeld am Ende tatsächlich eine so hohe Summe zugesprochen bekommen, hätte das wohl auch ernste Folgen für die finanzielle Lage der Signal Iduna Versicherung.“ Da wir
aus den Berichten der Kollegen unserer Schwesterredaktion ‚kapital-markt intern’ einen anderen Kenntnisstand haben, sind wir erstaunt. Richtig ist, dass am 06.02.2018 vor dem LG Dortmund (Az. 2 O 387/14) ein Prozess fortgesetzt wurde, dessen Hintergrund ‚k-mi’ so zusammenfasst: „Hier verklagt Anno August Jagdfeld als Komplementär des Fundus Fonds 31 Hotel Adlon die Fonds-Anlegerin Signal Iduna auf Schadenersatz. Dabei ist von 536 Mio. € die Rede. Das ‚Vergehen’ der Signal Iduna soll u. a. in deren Beteiligung an einer Schutzgemeinschaft der Adlon-Anleger GbR bestanden haben. Die Aktivitäten des die Schutzgemeinschaft führenden und mittlerweile verstorbenen Rechtsanwaltes Thomas A. Fritsch sollen – so Kläger Jagdfeld – angeblich dem Fonds und Jagdfeld selbst (natürlich völlig unberechtigt) schweren Schaden zugefügt haben, und den hätte Jagdfeld jetzt gerne (zunächst) von der Signal Iduna ersetzt.“ Auch Signal Iduna hat eine andere Auffassung zu Verfahren und Schadenssumme als Jagdfeld und ‚BILD’: „In diesem Prozess wird nicht über eine Geldsumme gestritten. Gegenstand des Verfahrens vor dem LG Dortmund ist lediglich, ob Herr Jagdfeld überhaupt Anrecht auf Schadenersatz haben könnte. Schon im Dezember 2016 hat das Gericht zu erkennen gegeben, dass es bereits diese Klage abweisen würde. Fakt ist: Niemand bei der Signal Iduna hat sich je negativ zu Herrn Jagdfeld geäußert.“ Die ernsten Folgen für die finanzielle Lage der Signal Iduna sehen wir nicht, bleiben aber beim Gerichtsverfahren für Sie am Ball. (Die Berichte können hier heruntergeladen werden.)