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Was hat der Marktwächter Finanzen bei seiner fragwürdigen LV-Standmitteilungs-Untersuchung zu verbergen?

Das Team des Marktwächters Finanzen der Verbraucherzentrale Hamburg (VZHH) hat Standmitteilungen zur klassischen Kapitallebensversicherung untersucht und attestiert den Lebensversicherern ein dreistufiges katastrophales Ergebnis. Zielstrebig konstruiert der Finanzmarktwächter eine schlagzeilenträchtige und medienwirksame 100%ige Durchfallquote, indem das Untersuchungsteam einen „Leitstandard definiert“. Der fordert erheblich mehr als das, was der Gesetzgeber als notwendig erachtet. An dem ‚Verbraucherzentralen-Leitstandard’ scheitern zwangsweise (und wohl planmäßig) alle untersuchten Standmitteilungen. Eine 53%ige Durchfallquote konstatiert der Finanzmarktwächter wegen Nichteinhaltung eines „Grundstandards“, der weitgehend einer aktuellen Muster-Empfehlung des GDV für Standmitteilungen entspricht. „Jede Standmitteilung, die in der Marktwächteruntersuchung nicht den Grundstandard erreicht, genügt auch nicht den GDV-Empfehlungen“, sagt der Finanzmarktwächter. Aber: Der GDV hat die Muster-Standmitteilungen erst im März 2016 veröffentlicht, doch die untersuchten Standmitteilungen wurden bereits 2014 und 2015 erstellt!

Der bedenklichste Vorwurf, den die Finanzmarktwächter erheben, lautet: „Ein Viertel der untersuchten Standmitteilungen erfüllt nicht einmal die gesetzlichen Vorgaben vollständig.“ ‚versicherungstip’ hat aktuelle Standmitteilungen von zwei beschuldigten Unternehmen unter die Lupe genommen, bei der Untersuchung allerdings keinen Gesetzesverstoß entdeckt. Krasse Fehlinterpretationen des Finanzmarktwächters? Weil bspw. statt „garantierte Überschussbeteiligung“ der Begriff „Überschussguthaben“ verwendet wird? Dazu von ‚versicherungstip’ befragt, gibt der Finanzmarktwächter keine Stellungnahme ab. Wurden auf diese Art und Weise in der Marktwächter-Untersuchung Gesetzesverstöße ‚konstruiert’ und populistisch medienwirksam verbreitet?

Die Finanzmarktwächter sind bereits im Dezember 2015 mit einer Untersuchung auf „Stammtischniveau“ (‚versicherungstip’ vom 05.01.2016) aufgefallen. Hintergrund: „In einer Untersuchung des Marktwächters Finanzen deckt die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg Missstände in der Finanzberatung auf: 95 % der aktuell unterbreiteten Anlagevorschläge von Banken und Finanzvertrieben passen nicht zum Bedarf der Verbraucher. …Nimmt man die aktuell den Verbrauchern angebotenen Anlageprodukte unter die Lupe, so ergibt sich folgendes Bild: Mehr als neun von zehn Angeboten (95 %) waren nicht bedarfsgerecht, da nicht im besten Interesse der Verbraucher.“ So das große Tamtam der Finanzmarktwächter. Doch die Enthüllung des angeblichen Riesenskandals entpuppte sich bei Durchleuchtung der Fakten als populistische Kampagne gegen Finanzdienstleister und Versicherungsvermittler, die obendrein in der wiederholten Forderung eines Provisionsverbots mündete. Aber bei der Untersuchung war keinerlei Repräsentativität gegeben, im Gegenteil. Herangezogen wurden ausschließlich Beschwerdefälle in den Verbraucherzentralen. Im Vergleich zu der Vielzahl an Finanz- und Versicherungsverträgen eine geringe Anzahl, zudem wurden zufriedene Kunden überhaupt nicht berücksichtigt.

Das ist millionenteure Pseudo-Wissenschaft auf Stammtischniveau. Erzeugen die Finanzmarktwächter populistische Untersuchungsergebnisse und Pressemitteilungen, um ihre vermeintliche Wichtigkeit und Daseinsberechtigung auf Kosten anderer darzulegen? Sind die Steuermillionen gut investiert und dienen dem Verbraucherschutz oder werden Millionen Steuergelder aus dem Fenster geworfen und obendrein Branchen und Ihre gute Beratung in Verruf gebracht?

Erzeugen die Finanzmarktwächter populistische Untersuchungsergebnisse und Pressemitteilungen, um ihre Wichtigkeit und Daseinsberechtigung auf Kosten anderer darzulegen? Sie haben bei unserer aktuellen Umfrage hier das Wort!

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