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OwnerShip: Friss oder Stirb bei OwnerShip Tonnage VI?

Vor neun Jahren tobte die juristische Schlacht des Hamburger Emissionshauses OwnerShip gegen 'k-mi'. Der damalige Geschäftsführende Gesellschafter Olaf Pankow, der im vergangenen Jahr komplett ausstieg und 'nur' noch als Berater des Unternehmens fungiert, versuchte jegliche in 'k-mi' geäußerte Kritik an seinem mit gegründeten Unternehmen mit juristischem Geschütz zu unterbinden.

'k-mi' deckte seinerzeit konfuse Angaben in Verkaufsprospekten und Leistungsbilanzen auf. In den Schlagzeilen steht nun die OwnerShip Tonnage VI – 'MS Nicola' Schifffahrtsgesellschaft mbH & Co. KG (Gesamtvolumen 23,775 Mio. €/13,75 Mio. € Fremdkapital). Seit Jahren erhalten hier die Anleger keine Ausschüttungen mehr, statt dessen Beruhigungspillen, wie noch Ende des vergangenen Jahres, in Form von Aussagen à la 'nichts sei am Köcheln'. Jedoch mit kurzer Verfallszeit, denn im Frühjahr 2016 präsentierte OwnerShip ein Finanzierungskonzept. Die Bremer Landesbank drohte den Rückzahlungsschalter für den laufenden Schiffshypothekenkredit in Höhe von 3,6 Mio. € zu drücken. Da der Anbieter den Verkaufswert des Schiffes auf ca. 5 Mio. € taxiert und rd. 0,5 Mio. € Vorzugskapital eingeworben werden konnte, schien ein Notverkauf vom Tisch. Bis OwnerShip am 22.08.2016 die Gesellschafter erneut aufschreckte, weil die Chartereinnahmen weiter zurückgingen und deshalb einen Gesellschafterbeschluss für einen bedingten Verkauf ohne Festlegung eines Mindestpreises, jedoch in ausreichender Höhe, um das Wiederaufleben der Kommanditistenhaftung abzuwenden, präsentierte.

Ein Armutszeugnis für OwnerShip: Denn im Jahr 2011 hat sich dieser Anbieter von seinen Fondsgesellschaftern absegnen lassen, über die Tochtergesellschaft Fondsmanagement GmbH zukünftig umfangreicher über das laufende Investment zu informieren und Antworten zu bieten, wie u. a. 'Wie sieht es um meine Beteiligung aus?' – "Regelmäßig, verständlich und übersichtlich." Wir setzten hinter den Nutzen dieser Ankündigungen, die sich OwnerShip zusätzlich mit 1 % Servicegebühren auf die Nettochartereinnahmen (!), maximal 25.000 € pro Schiff/Jahr, vergüten lässt, ein ganz dickes Fragezeichen (vgl. 'k-mi' 15/12). Geld, was nun der Fondsgesellschaft nicht mehr zur Verfügung steht! OwnerShip konnte hingegen konzernübergreifend auf diese Weise die eigenen Einnahmen um bis zu 725.000 € pro Jahr steigern.

Doch im Fall 'MS Nicola' erfahren die Anleger nun auf den allerletzten Drücker in erbärmlich knapper Form, was die Stunde geschlagen hat. Sie erfahren aber offensichtlich nicht, wie hoch ein Gutachter den Wert des Schiffes beziffern würde oder wer auf Käuferseite möglicherweise hier freudestrahlend zuschlägt.

 'k-mi'-Fazit: Negative Schlagzeilen von OwnerShip sind wir leider längst gewöhnt. Betroffene Anleger sollten beachten, dass die 10jährige Verjährungsfrist von möglichen Schadensersatzansprüchen bei Zeichnung des OwnerShip Tonnage VI im Jahr 2006 zum Jahresende ausläuft.

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